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Wegen Hepatitis-A: Keine rohen Meeresfrüchte in Neapel

Heute, 08:01 · Lesedauer 1 min

In der süditalienischen Region Kampanien ist die Zahl der Hepatitis-A-Fälle seit Jahresbeginn deutlich gestiegen. Insgesamt wurden 133 Infektionen registriert. In Neapel liegt die Zahl laut Gesundheitsbehörde zehnmal höher als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Als Reaktion verhängte Neapels Bürgermeister Gaetano Manfredi ein sofortiges Verbot für den Verkauf und Verzehr von rohen Meeresfrüchten in Lokalen.

Bei Verstößen drohen Geldstrafen zwischen 2.000 und 20.000 Euro, im Wiederholungsfall auch Betriebsschließungen. Hepatitis A ist eine akute Leberentzündung, die durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen wird. Als Hauptinfektionsquelle gelten rohe oder unzureichend gegarte Muscheln, da sie Viren aus belastetem Wasser anreichern können. Experten empfehlen daher, Meeresfrüchte nur gut durchgegart zu verzehren.

Gesundheitsfachleute raten zudem zu strenger Hygiene, etwa gründlichem Händewaschen und der Vermeidung von Kontamination in der Küche. Als wirksamste Schutzmaßnahme gilt eine Impfung.

Zusammenfassung
  • In der Region Kampanien wurden seit Jahresbeginn 133 Hepatitis-A-Fälle gemeldet, wobei die Infektionsrate in Neapel etwa zehnmal höher liegt als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.
  • Der Bürgermeister von Neapel hat ein sofortiges Verbot für Verkauf und Verzehr von rohen Meeresfrüchten in Lokalen verhängt; bei Verstößen drohen Geldstrafen zwischen 2.000 und 20.000 Euro sowie im Wiederholungsfall Betriebsschließungen.
  • Rohe oder unzureichend gegarte Muscheln gelten als Hauptinfektionsquelle, weshalb Experten empfehlen, Meeresfrüchte nur gut durchgegart zu essen, und eine Impfung als wirksamste Schutzmaßnahme gilt.