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Warum selbstgebastelte Heiz-Alternativen höchst gefährlich sind

10. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Skurrile Heiz-Alternativen, wohl aus der Angst geboren, wegen der Energie-Unsicherheit im Winter frieren zu müssen, haben erste Unfälle verursacht.

Das ruft den österreichischen Versicherungsverband (VVO) sowie das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) auf den Plan, die eindringlich vor potenziell lebensgefährlichen Heiz-Ideen und unsachgemäß verbauten Öfen warnen. Durch indoor-betriebene Kohlegriller seien zuletzt etwa mehrere Menschen verletzt worden.

"Viele Heizmethoden sind riskanter, als sie auf den ersten Blick erscheinen", wird VVO-Generalsekretär Louis Norman-Audenhove in einer Aussendung zitiert. "Aktuell gehen wir, gerade auch aufgrund des vermehrten Einsatzes von Elektroheizungen, von einer erhöhten Brandgefahr in den kommenden Monaten aus", berichtete KFV-Direktor Othmar Thann. Aber nicht nur Heizalternativen wie Teelichtöfen können gefährlich sein, auch beschädigte Kabel oder Stecker können zu Schwelbränden und Rauchgasvergiftungen führen.

Mehr als 500 Wohnungsbrände in der Heizsaison

In den kalten Monaten würden sich durchschnittlich mehr als 500 Wohnungsbrände ereignen, zeigt die KFV-Unfallstatistik. 20 bis 30 Menschen würden jährlich an den Folgen eines Brandes sterben, die meisten von ihnen in privaten Haushalten. Elektrische Energie, offenes Licht und Feuer seien die häufigsten Ursachen.

Die Unfallgefahr reduzieren können indes eine regelmäßige Wartung sowie der Kauf von hochwertigen Geräten. Jegliche Art von Heizgeräten sollte fachmännisch installiert und eingebaut, nur geeignete Brennstoffe genutzt und auf Prüfzeichen bei elektrischen Geräten geachtet werden. Auch die Installation von Rauchwarnmeldern, die "in jeden Haushalt und in jedes Kinderzimmer" gehören, sowie die Anschaffung eines tragbaren Feuerlöschers, der alle zwei Jahre von einer Fachperson überprüft und gewartet werden soll, werden empfohlen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / hos