Warum die Impfstoffe auch bei Virus-Mutation wirksam bleiben dürften

21. Dez 2020 · Lesedauer 1 min

Die Wirksamkeit der Impfstoffe dürfte von der neuen Mutation des Coronavirus nicht beeinträchtigt werden, erklärt Virologe Norbert Nowotny im PULS 24 Interview.

In Großbritannien ist eine neue Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 entdeckt worden, die durch eine Mutation entstand. Diese neue Mutation soll laut Angaben britischer Behörden deutlich ansteckender als das bisherige Coronavirus sein. Wie Virologe Norbert Nowotny von der VetMedUni Wien im Interview mit PULS 24 erklärt, dürften die aktuellen Impfstoffe gegen das Coronavirus auch gegen die Mutation wirksam sein.

Impfstoffe zielen auf bestimmten Teil des Virus ab

Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna sind mRNA-Imfpstoffe. Das heißt, sie "trainieren" das körpereigene Immunsystem darauf, auf ein bestimmtes Protein im Virus zu reagieren und dieses zu bekämpfen. Dieses Protein ist genau jenes, durch die das Virus in die Körperzellen eindringen und befallen kann.

Die in Großbritannien aufgetauchte Mutation hat Teile des Virus verändert. Das gilt aber höchstwahrscheinlich nicht für das entscheidende Protein. "Dieser Teil kann sich durch die Mutation nicht zu sehr ändern, weil das Virus dann nicht mehr in die Zellen eindringen und sich im Körper vermehren kann", erklärt Nowotny. Er geht deshalb davon aus, dass die Impfstoffe auch bei der neuen Variante des Coronavirus weiter wirksam bleiben.

Wie Großbritannien mit der Virus-Mutation umgeht

Die Journalistin Sophie Alena schildert im Gespräch mit PULS 24 Anchorwoman Alina Marzi, wie Großbritannien mit der neuen Mutation des Coronavirus umgeht.

Quelle: Redaktion / hos