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Vertrauter von Drogenpaten "El Mencho" in Mexiko in Haft

Heute, 13:08 · Lesedauer 2 min

Die mexikanischen Behörden haben einen Vertrauten des im Februar vom Militär getöteten Drogenbosses Nemesio Oseguera alias "El Mencho" festgenommen. José N. alias "El Pepe" habe vor dem Armeeeinsatz gegen Oseguera dessen Partnerin zu einer Ranch in Tapalpa im Bundesstaat Jalisco gebracht, wo sie "El Mencho" treffen wollte, erklärte das mexikanische Verteidigungsministerium am Sonntag. Weil der Militärgeheimdienst von dem Treffen erfuhr, gelang es, Oseguera aufzuspüren.

"El Pepe" gilt als einer der wichtigsten Verantwortlichen des mächtigen Drogenkartells Jalisco Nueva Generación, dessen Anführer Oseguera war. "El Pepe" wurde den Angaben zufolge in der Gemeinde Tlajomulco im Bundesstaat Jalisco festgenommen. "Drogen, Waffen und ein Fahrzeug" seien beschlagnahmt worden, erklärte das Verteidigungsministerium.

"El Mencho" war am 22. Februar bei dem Armeeeinsatz in Tapalpa tödlich verletzt worden. Die USA hatten auf den Drogenboss ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar (13,07 Mio. Euro) ausgesetzt, weil das von ihm gegründete Drogenkartell Jalisco Nueva Generación Kokain, Heroin, Methamphetamin und Fentanyl in die USA schmuggelt.

Wütende Bandenmitglieder blockierten nach seiner Tötung Straßen in zahlreichen mexikanischen Staaten und setzten Autos und Geschäfte in Brand. Bei dem Einsatz gegen Oseguera und den darauffolgenden Gefechten zwischen Bandenmitgliedern und Sicherheitskräften wurden mehr als 70 Menschen getötet.

Zusammenfassung
  • Die mexikanischen Behörden haben José N. alias "El Pepe", einen engen Vertrauten des im Februar getöteten Drogenbosses "El Mencho", im Bundesstaat Jalisco festgenommen.
  • "El Pepe" brachte Osegueras Partnerin zu einem Treffen, das dem Militärgeheimdienst ermöglichte, Oseguera aufzuspüren, woraufhin Drogen, Waffen und ein Fahrzeug beschlagnahmt wurden.
  • Nach dem Tod von "El Mencho" am 22. Februar wurden Straßen in mehreren Bundesstaaten blockiert, Autos und Geschäfte in Brand gesetzt und bei Gefechten mehr als 70 Menschen getötet.