Verkaufsrückgang durch Klimaticket-Verteuerung
Das österreichische Klimaticket war mit 1. Jänner sowie 1. August 2025 verteuert worden, der Preis stieg von 1.095 auf 1.179,30 und dann 1.300 Euro. Begründet wurde dies mit der Budgetknappheit des Bundes und der starken Teuerung. Mit Jahresbeginn 2026 gab es eine weitere Steigerung auf nunmehr 1.400 Euro pro Jahr - was in den von Hanke genannten Verkaufszahlen noch gar nicht berücksichtigt ist.
Insgesamt ist der Preis des Tickets seit 2021 um 27,9 Prozent gestiegen. Dennoch sei im Vorjahr, dem Jahr der ersten Erhöhungen, die Behalterate ziemlich konstant geblieben, die Zahl der Verkäufe an Neukunden sei hingegen leicht zurückgegangen, so das Ministerium. In absoluten Zahlen gab es Ende 2023 exakt 266.162 aktive österreichweite Klimatickets, Ende 2024 dann 326.315. Bis Ende November 2025 sank die Zahl auf 319.792.
Dramatischer als der Minister sehen die Grünen die Entwicklung, unter deren Regierungsbeteiligung das Ticket eingeführt worden war. In einer der APA übermittelten Stellungnahme sprachen sie von einem "scharfen Knick" und einem "klaren Minus". Die Regierung habe mit den "exorbitanten Preiserhöhungen" die Kunden vertrieben. Hanke habe im Eilverfahren ein europaweit beachtetes Vorzeigemodell durch zwei massive Verteuerungen und Teilabschaffungen ohne Not zertrümmert, während mehrere Evaluierungsprozesse noch liefen, kritisierte Verkehrssprecherin Elisabeth Götze.
Zusammenfassung
- Seit 2021 ist der Ticketpreis um 27,9 Prozent gestiegen und liegt ab Jänner 2026 bei 1.400 Euro pro Jahr, wobei diese jüngste Erhöhung in den aktuellen Verkaufszahlen noch nicht berücksichtigt ist.
- Die Grünen kritisieren die "exorbitanten Preiserhöhungen" als Ursache für einen "scharfen Knick" und ein "klares Minus" bei den Verkaufszahlen und werfen Verkehrsminister Hanke vor, ein europaweit beachtetes Vorzeigemodell beschädigt zu haben.
