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Verbandsobmann lässt mit rassistischer Aussage aufhorchen

31. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Mit einer rassistischen Aussage über asiatische Erntehelfer lässt Stefan Hamedinger vom Verband der Obst- und Gemüseproduzenten OÖ aufhorchen und sorgt für ein paar kritische Kommentare auf Social Media.

Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, sind viele Bauern im Eferdinger Landl in Oberösterreich sehr wütend darüber, dass ukrainische Flüchtlinge, die gerne bei der Ernte helfen würden, zuerst durch bürokratische Hürden gehen müssen bevor sie arbeiten dürfen.

"Die geflüchteten Ukrainer:innen mussten sich zuerst registrieren lassen, dann prüft das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl die Daten, und dann geht es an die Staatsdruckerei, die die Ausweise produziert. Mit einem Monat Verspätung, weil man sich angeblich nicht über das Design einigen konnte, wie man so hört", so Stefan Hamedinger, Geschäftsführer Gemüsebau beim Verband für Obst- und Gemüseproduzenten Oberösterreich.

Aufregung auf Social Media

Mit einer seiner Aussagen gegenüber der "Kronen Zeitung" sorgte Hamedinger jedoch für Kritik auf sozialen Netzwerken wie Twitter. In Bezug auf 13 asiatische Erntehelfer sagte Hamedinger im Interview:

"Ihnen macht es nichts aus, am Boden zu hocken, sie sind so gesehen ideale Erntehelfer. Sie sind immer freundlich und schätzen Gemüse sehr."

So reagiert etwa die Schauspielerin Verena Altenberg auf ein Twitter-Posting und bezeichnet die Aussage als "unentschuldbar".

Weitere User reagieren mit Ausdrücken, wie etwa: "Das ist unfassbar", "Ich kanns nicht fassen" oder einfach mit "Oida". 

Auch die die Gemeinwohlstiftung Comun reagiert auf die Aussage via Twitter. "Wir sind entsetzt über diese bestenfalls als vollkommen jenseitig zu bezeichnende Formulierung des Präsidenten der OÖ-Obst & Gemüse-Produzenten", heißt es dazu in dem Posting.

Dijana DjordjevicQuelle: Redaktion / ddj