Über drei Jahre Haft für verkaufte Zugänge zu US-Eliteunis

05. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Der Drahtzieher einer landesweiten Betrugsmasche für die Zulassung an Elite-Unis in den USA, William "Rick" Singer, ist zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Zudem muss der 62-Jährige eine Millionenstrafe zahlen, wie die Staatsanwaltschaft Boston am Mittwoch (Ortszeit) nach der Urteilsverkündung mitteilte. Zu seinen Kunden hatten auch Prominente gehört, die ihren Kindern den Eintritt in Elite-Unis wie Stanford, Yale oder Georgetown ermöglichen wollten.

Gegen Bestechungsgelder, die über Singer liefen, wurden dafür etwa Aufnahmeprüfungen geschönt oder Nichtsportler an Sport-Hochschulen untergebracht. "Sein jahrzehntelanges Schema glich einem Hollywood-Film", sagte Staatsanwältin Rachael Rollins. Singer habe die Reichen und Berühmten hofiert, "die so verzweifelt danach strebten, dass ihre Kinder die Zulassung zum College erhalten, dass sie logen, betrogen und bestachen, um ihre Aufnahme zu erreichen".

Zwischen etwa 2011 und Februar 2019 verschwor sich Singer der Staatsanwaltschaft zufolge mit Dutzenden von Eltern, Sporttrainern, einem Universitäts-Leichtathletik-Administrator und anderen, Bestechung und andere Formen des Betrugs einzusetzen, um die Zulassung von Studenten an Elite-Hochschulen zu sichern. Insgesamt wurden laut der Staatsanwaltschaft Boston vom Mittwoch 55 Angeklagte wegen ihrer Beteiligung an Singers Betrug angeklagt und 53 verurteilt.

In dem Skandal waren unter anderem Schauspielerin Lori Loughlin (58, "Full House") und ihr Ehemann, Modedesigner Mossimo Giannulli (59), wegen Betrugs zu zwei beziehungsweise fünf Monaten Gefängnis wegen Betrugs verurteilt worden. Beide traten ihre Haftstrafen 2020 an. Zudem mussten sie 400.000 Dollar Strafe zahlen. Sie sollen eine halbe Million Dollar gezahlt haben, um ihren beiden Töchtern Studienplätze als Ruderinnen an der University of Southern California zu sichern, obwohl die jungen Frauen keine Sportlerinnen waren.

Quelle: Agenturen