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"Triage": Ein Wort und seine Folgen

11. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Politiker und Experten weltweit wollen verhindern, dass die sogenannte Triage angewendet wird.

Wenn die Betten und das Personal in Krankenhäusern knapp werden, müssen Ärzte die sogenannte Triage anwenden. Davor warnen derzeit Experten und Politiker weltweit. Aber, was heißt Triage überhaupt?

Stark verkürzt versteht man darunter ein System der Kategorisierung von Patienten, bei dem die hoffnungslosesten Fälle bei fehlenden Kapazitäten nicht mehr behandelt werden.

"Aussortieren"

Der Begriff "Triage" leitet sich von dem französischen Wort "trier" ab, das "sortieren" oder auch "aussortieren" bedeutet. Entwickelt wurde die Triage von dem russischen Arzt Nikolai Pirogow, um im Krimkrieg (1853 bis 1856) mit der hohen Zahl verletzter Soldaten umzugehen.

Bis heute wird die Triage in außergewöhnlichen Situationen wie Naturkatastrophen, Unfällen mit zahlreichen Opfern und nach Anschlägen angewendet. Binnen kurzer Zeit werden Patienten nach der Dringlichkeit ihrer Behandlung eingeteilt. In der Fachliteratur wird hervorgehoben, dass "ein erfahrener Notfallarzt mit einer speziellen Zusatzausbildung" diese Aufgabe übernehmen sollte.

Triage bei Corona

Im Fall der Coronavirus-Pandemie geht es bei der Triage in der Regel darum, wer bei einem Mangel an Intensivbetten und Beatmungsgeräten intensivmedizinisch behandelt wird. Dabei spielen in der Praxis außer dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten und der Schwere seiner Symptome auch sein Alter eine Rolle. Aber in Corona-Zeiten würde es nicht nur Corona-Patienten betreffen, sondern auch Patienten ohne Covid-19, die aus anderen Gründen medizinische Hilfe brauchen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe