Forscher besorgt: "Tor zur Hölle" wird immer größerGlomex/Sat.1-Frühstücksfernsehen

Forscher besorgt: "Tor zur Hölle" wird immer größer

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Ein im Jahr 1991 entdeckter Riesenkrater in Sibirien bereitet Forscher:innen Sorgen. Das sogenannte "Tor zur Hölle" wird - vor allem auch durch den Klimawandel - immer größer.

Nordöstliches Sibirien: Videoaufnahmen und Fotos zeigen ein riesiges Loch in der Erde, das sich in den 1960er Jahren aufgetan hat. Offiziell heißt dieses riesige Loch Batagaika-Krater - umgangssprachlich wird es auch das "Tor zur Hölle" bzw. "Tor zur Unterwelt" genannt.

"Tor zur Hölle" wird immer größer

Der Riesenkrater wurde erstmals 1991 auf Satellitenbildern entdeckt und wird seitdem von Wissenschaftler:innen beobachtet. Was Forscher:innen Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass das sogenannte "Tor zur Hölle" immer weiter wächst.

In Sibirien stehen ganze Städte auf Dauerfrostboden. Taut dieser auf, verliert der Boden seine Tragfähigkeit. Der Batagaika-Krater, der sich im Yana-Hochland befindet, entstand in den 1960er Jahren wahrscheinlich durch die Abholzung der Wälder in diesem Gebiet. Dadurch kam es zu einer Erosion, also der Abtragung der Erdoberfläche.

Durch den Klimawandel wird das Auftauen des Permafrostbodens nun weiter verstärkt. Es entsteht eine extreme Absenkung im Boden - ein sogenannter "Megaslump", der nun immer weiter wächst.

Krater wächst bis zu 30 Meter pro Jahr

Derzeit ist der Batagaika-Krater ca. einen Kilometer lang und rund 100 Meter tief. Anhand einer bereits bestehenden Schlucht am Berghang messen Wissenschaftler:innen, wie schnell der Krater wächst. Seit der ersten Messung 1991 habe man so für verschiedene Abschnitte durchschnittliche Rückzugsdaten der Stirnwand berechnet.

Während der Krater zunächst sieben bis zehn Meter pro Jahr wuchs, seien es laut Expert:innen nun bereits bis zu 30 Meter.

Forscher besorgt

Forscher:innen sind über das Wachstum des Kraters besorgt. Sollte das Loch tiefer und größer werden, könnten Kohlenstoffspeicher, die seit Tausenden von Jahren eingeschlossen sind, freigelegt werden. Sowohl Kohlenstoff als auch andere Schadstoffe wie Methan tragen erheblich zum Treibhauseffekt bei. 

In diesem Fall wäre die Menge der freikommenden Gase besonders hoch. Eine höhere Konzentration dieser Gase würde voraussichtlich zu einem beschleunigten Anstieg der Temperaturen führen, was wiederum die Auswirkungen des Klimawandels verstärken würde.

ribbon Zusammenfassung
  • Nordöstliches Sibirien: Videoaufnahmen und Fotos zeigen ein riesiges Loch in der Erde, das sich in den 1960er Jahren aufgetan hat.
  • Offiziell heißt dieses riesige Loch Batagaika-Krater - umgangssprachlich wird es auch das "Tor zur Hölle" genannt.
  • Was Forscher:innen Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass das sogenannte "Tor zur Hölle" immer weiter wächst.
  • Derzeit ist der Batagaika-Krater ca. einen Kilometer lang und rund 100 Meter tief.
  • Während der Krater zunächst sieben bis zehn Meter pro Jahr wuchs, seien es laut Expert:innen nun bereits bis zu 30 Meter.