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Tiroler Hüttenwirt bedroht Alm-Gäste: Cobra rückt mit Gondel an

12. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Dinge, die es wohl nur in Tirol gibt: Die Polizei-Sondereinheit Cobra musste in der Nacht auf Donnerstag mit der Gondel zu einem mutmaßlichen Tatort ausrücken. Der Grund: Ein betrunkener Hüttenwirt soll seine Gäste mit Messer und Schusswaffe bedroht haben.

Und wieder sorgt eine Tiroler Après-Ski-Party für Aufregung. Im Skigebiet "Wilder Kaiser-Brixental Westendorf" riefen die Gäste in der Nacht auf Donnerstag die Polizei. Zu diesem Zeitpunkt - gegen 2.00 Uhr in der Früh - hatten sich die fünf Personen im Alter zwischen 27 und 54 Jahren bereits in einem Zimmer der Hütte verbarrikadiert. 

Der Angestellte der Hütte soll sie, wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtete, mit einem Messer und einer Schusswaffe bedroht haben. Wegen der "erhöhten Bedrohungslage" rückten neben Streifenpolizisten von Westendorf und Kirchberg auch Beamte der Cobra an. Da die Hütte mit Autos aber nicht erreichbar war, musste die Exekutive mit der Gondel auf den Berg gebracht werden. 

Betrunkener schlief ein

Als die Polizisten bei der Hütte eintrafen, war der völlig betrunkene Angestellte der Hütte allerdings in seinem Bett eingeschlafen. Doch schon kurz nach dem Aufwachen, kehrte er in den Gemütszustand vom Abend zurück. Noch während ihn die Polizisten ins Tal bringen wollten, soll er sich äußerst aggressiv verhalten und sich dabei selbst verletzt haben. 

Angekommen in der Polizeiinspektion Kitzbühel, konnte der Wirt wegen seiner Alkoholisierung und seiner Aggressivität bis dato nicht einvernommen werden. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei der Schusswaffe um einen Gasdruck-Revolver. Der genaue Tathergang soll nun ermittelt werden - der 31-Jährige muss wohl mit einer Anzeige rechnen.

Quelle: Redaktion / koa