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Starkes Erdbeben im Westen Japans registriert

06. Jan. 2026 · Lesedauer 1 min

Ein starkes Erdbeben hat den Westen Japans erschüttert, jedoch offenbar keine größeren Schäden verursacht. Der Erdstoß ereignete sich nach Angaben des japanischen Wetterdienstes JMA am Dienstagmorgen in geringer Tiefe in der Präfektur Shimane. JMA gab die Stärke mit 6,2 an, die US-Erdbebenwarte USGS sprach von einem Beben der Stärke 5,7. Kurz darauf gab es eine Reihe leichterer Nachbeben in derselben Region.

Eine Tsunami-Warnung wurde nicht herausgegeben. Im Atomkraftwerk von Shimane seien keine besonderen Vorkommnisse registriert worden, meldete der Sender NHK. In Teilen des Shinkansen-Schnellzugnetzes gab es wegen eines Stromausfalls Zugausfälle. Die Armee sichtete nach eigenen Angaben mögliche Schäden aus der Luft.

Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Der Inselstaat mit 125 Millionen Einwohnern wird jedes Jahr von etwa 1.500 Erdbeben erschüttert. In Japan ist die Erinnerung an das schwere Seebeben der Stärke 9,0 allgegenwärtig, bei dem im März 2011 etwa 18.500 Menschen ums Leben kamen. Das am Meer gelegene Atomkraftwerk Fukushima war damals von einem fast 15 Meter hohen Tsunami getroffen worden. Das Kühlsystem des Kraftwerks fiel aus, in drei der sechs Reaktoren kam es zur Kernschmelze. Es war das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986.

Zusammenfassung
  • Ein Erdbeben der Stärke 6,2 laut JMA (5,7 laut USGS) hat am Dienstagmorgen die Präfektur Shimane im Westen Japans erschüttert.
  • Trotz mehrerer Nachbeben und Zugausfällen im Shinkansen-Netz gab es keine Tsunami-Warnung und im Atomkraftwerk Shimane wurden keine besonderen Vorkommnisse gemeldet.
  • Japan erlebt jährlich rund 1.500 Erdbeben, wobei die Erinnerung an das schwere Beben und den Tsunami von 2011 mit etwa 18.500 Todesopfern weiterhin präsent ist.