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Starkes Erdbeben erschüttert Norden von Peru

28. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Der Norden von Peru ist am Sonntag von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Mindestens zehn Menschen seien verletzt und mehrere Gebäude beschädigt worden, teilten die Behörden mit. Das Beben der Stärke 7,5 ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS am Sonntag um 5.52 Uhr (Ortszeit; 11.52 Uhr MEZ) in einer Tiefe von 131 Kilometern. Das Zentrum lag demnach in einer dünn besiedelten Region östlich der Stadt Santa María de Nieva in der Amazonasregion.

Das Beben war wegen seiner großen Tiefe in weiten Teilen Perus im Norden und im Zentrum zu spüren, auch an der Küste und in der Hauptstadt Lima, die bereits am Morgen von einem Beben der Stärke 5,2 erschüttert worden war. Eine Tsunami-Warnung wurde aber nicht ausgegeben. Auch aus dem Nachbarland Ecuador gab es Berichte über Schäden.

In Santa María de Nieva nahe der Grenze zu Ecuador leben hauptsächlich Angehörige indigener Minderheiten. "Die Erschütterungen waren immens", sagte der Bürgermeister des Bezirks mit 2.500 Einwohnern, Héctor Requejo, dem Radiosender RPP. Einige Gebäude aus Ziegel und Holz seien eingestürzt. Auch Stromausfälle gab es in dem Gebiet. Im Bezirk La Jalca ebenfalls in der Amazonasregion stürzte der 14 Meter hohe Turm einer Kirche aus der Kolonialzeit ein.

Betroffene berichteten von starken Erschütterungen. Die Radiohörerin Lucía aus der Stadt Chota sagte dem Sender RPP, in ihrem Viertel seien alle Menschen auf die Straße gerannt. "Wir haben große Angst", sagte sie. Selbst im mehr als tausend Kilometer entfernten Lima war das Beben noch zu spüren.

In Peru kommt es häufig zu Erdbeben, das Land liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einem Gebiet mit häufigen tektonischen Verschiebungen. Zuletzt war es im Mai 2019 in Nordperu zu einem schweren Erdbeben der Stärke 8 gekommen, damals kam ein Mensch ums Leben und 26 wurden verletzt, davon 15 im Nachbarland Ecuador. Im August 2007 hatte ein Beben der Stärke 7,9 an der Küste Perus verheerende Auswirkungen. 595 Menschen kamen ums Leben.

Quelle: Agenturen