APA/APA/INFOAR (Incendios Forestales Aragon)/HANDOUT

Spanien kämpft weiter gegen Waldbrände

15. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

In Spanien haben Löschtrupps auch am Montag weiter gegen mehrere Waldbrände gekämpft. Ein Feuer rund 60 Kilometer nordöstlich von Alicante zerstörte nach Angaben des staatlichen TV-Senders RTVE seit Samstag nach neuen Angaben etwa 6.500 Hektar Wald. Rund 1.200 Menschen hätten in der Gegend des Ortes Pego vorsorglich ihrer Häuser verlassen müssen. In der autonomen Gemeinschaft von Valencia gab es noch zwei weitere, wenn auch kleinere Waldbrände.

Hingegen konnte ein weiterer großer Waldbrand in der Region um den Ort Añón de Moncayo etwa 70 Kilometer westlich der Großstadt Saragossa in Aragonien nach diesen Angaben am Montag stabilisiert werden. Dort hatten am Wochenende etwa 1.500 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Die meisten konnten inzwischen wieder nach Hause. Das Feuer habe nach neuen Angaben etwa 6.000 Hektar zerstört. Zuvor war von bis zu 8.000 Hektar die Rede gewesen. Bei einem Brand bei Murcia im Süden, der durch einen Blitz ausgelöst worden sein soll, entspannte sich die Lage indes etwas, wie RTVE berichtete.

Der bisher verheerendste Waldbrand seit Jahresbeginn in Spanien bei Zamora rund 270 Kilometer nordwestlich von Madrid nahe der Grenze zu Portugal konnte nach diesen Angaben am Wochenende unter Kontrolle gebracht werden. Seit dem 17. Juli wurden bei dem Brand in der autonomen Gemeinschaft Kastilien und León 31.500 Hektar Wald- und Buschland vernichtet. Zwei Menschen kamen durch die Flammen ums Leben.

Im Zusammenspiel mit einer seit Monaten anhaltenden Dürre und großer Hitze, die Experten auf den Klimawandel zurückführen, sowie sehr trockener Luft brechen immer wieder neue Feuer aus. Die Waldbrandgefahr sei in Teilen Andalusiens, Aragons und Kataloniens weiter "extrem hoch", warnte das Waldbrand-Informationssystem Copernicus der EU auf Twitter.

2022 ist für Spanien schon jetzt das verheerendste Waldbrand-Jahr seit Beginn der Erfassungen.

Die verbrannte Fläche in der Europäischen Union insgesamt liegt angesichts der zahlreichen Großfeuer in diesem Jahr auf Rekordniveau. Nach Daten des Europäischen Waldbrand-Informationssystems (Effis) sind bis zum 13. August knapp 660.000 Hektar verbrannt. So hoch war die Zahl zu diesem Zeitpunkt im Jahr seit Aufzeichnungsbeginn 2006 noch nie. Im Durchschnitt waren es seitdem knapp 190.000 Hektar, der bisherige Höchstwert lag bei knapp 421.000 Hektar.

Allein mehr als 245.000 Hektar sind den Daten zufolge bisher in Spanien verbrannt. In Frankreich sind es 61.000 und in Deutschland fast 4.300 Hektar.

Quelle: Agenturen