APA - Austria Presse Agentur

Sieben Fälle von südafrikanischer Corona-Variante in NÖ

24. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

In Niederösterreich ist erstmals die südafrikanische Corona-Mutation B.1.351 nachgewiesen worden. Verzeichnet wurden nach Angaben des Sanitätsstabs vom Mittwoch sieben Fälle. Die Betroffenen stammen allesamt aus Wiener Neudorf (Bezirk Mödling). Sie sind bereits wieder genesen, werden zur Sicherheit aber weiter abgesondert und müssen sich abermals einem PCR-Test unterziehen. Seitens des Landes wurden unterdessen Sofortmaßnahmen eingeleitet.

Nach einer positiven PCR-Untersuchung waren die Erkrankten - wie üblich - sofort abgesondert worden, wurde in einer Aussendung betont. Die Proben wurden zur Sequenzierung an die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) gesendet. "Die AGES hat uns heute informiert, dass es sich bei diesen sieben Fällen um die Südafrika-Mutation handelt", hieß es aus dem Sanitätsstab. Der abermalige PCR-Test soll nun vor allem dazu dienen, "den CT-Wert zu ermitteln, um eine Weiterverbreitung zu verhindern".

Das Land reagierte mit der sofortigen Einrichtung von zehn PCR-Teststraßen in Wiener Neudorf. Geöffnet sind die Stationen im Franz-Fürst-Freizeitzentrum am (heutigen) Mittwoch von 17.00 bis 22.00 Uhr und am (morgigen) Donnerstag ab 7.00 Uhr, informierten LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) und Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ).

Der Hort Rathauspark in Wiener Neudorf, in dem die Mutation aufgetreten ist, wird vorübergehend geschlossen. Drei betroffene Schulklassen in der NMS Guntramsdorf (Bezirk Mödling) werden abgesondert, die Schüler einer Testung unterzogen.

Als Quelle für die Infektionen mit der Südafrika-Variante im Bundesland gilt ein Reiserückkehrer. Dieser sei mit negativem Antigentest nach Österreich gekommen. Er wird nun mit einem PCR-Test zur Sequenzierung nachuntersucht. Ein Nachweis der Virus-Variante sei "aufgrund der zeitlichen Distanz" allerdings unwahrscheinlich.

Quelle: Agenturen