APA - Austria Presse Agentur

Schwere Unwetter ziehen über Österreich, Hitzerekord dennoch gebrochen

24. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

In Teilen Österreichs hat es am Mittwochabend schwere Unwetter gegeben, auch am Donnerstag gab es schwere Gewitter. Besonders betroffen war abermals der Flachgau im Bundesland Salzburg. In der Steiermark wurde unterdessen der heißeste Tag des Jahres gemessen.

Im Bundesland Salzburg beseitigte die Feuerwehr im Flachgau zahlreiche umgestürzte Bäume und pumpte vielerorts überflutete Keller aus. Ursache dafür waren Sturmböen im Zuge von Gewittern und heftige Regenfälle, so das Landesfeuerwehrkommando Salzburg zur APA. Insgesamt rückten im Bundesland Salzburg 18 Feuerwehren mit 479 Männern und Frauen zu 125 Einsätzen - darunter auch in der Stadt Salzburg und im Pinzgau - aus. Die Unwetter dauerten etwa von 21.00 bis 23.00 Uhr, danach beruhigte sich die Lage zusehends.

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Ein entwurzelter Baum in der Stadt Salzburg.

In Oberösterreich wurden die Bezirke Braunau, Ried, Schärding, Grieskirchen und Rohrbach von Starkregen heimgesucht. Die Schauer begannen kurz nach 21.00 Uhr und dauerten bis etwa Mitternacht. Rund 60 Feuerwehren mit etwa 900 Männern und Frauen pumpten in 156 Einsätzen Keller aus und beseitigten umgefallene Bäume, informierte das Landesfeuerwehrkommando Oberösterreich auf Anfrage der APA.

Am Dienstagabend hatten Hagelunwetter in Salzburg und Oberösterreich zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. Allein in der oberösterreichischen Landwirtschaft gab es laut Hagelversicherung einen Schaden von rund 22 Millionen Euro.

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Schwere Hagelunwetter haben am Dienstagabend in Oberösterreich und Salzburg zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt.

Züge ausgefallen

Wegen der Unwetter in der Nacht kam es zum Ausfall der 110 kV-Bahnstromversorgung in Kärnten und Osttirol. Das hatte massive Auswirkungen auf den regionalen Bahnverkehr. Noch am Donnerstagnachmittag gab es Ausfälle bei den Zugverbindungen in Kärnten, teilten die ÖBB mit. Die beschädigten Leitungen wurden im Laufe des Tages repariert und gegen 15.00 Uhr wurde das elektrische Strecken-Netz in Kärnten und Osttirol wieder langsam hochgefahren. Das (stark reduzierte) Notfahrprogramm blieb aber zwischenzeitlich im Einsatz. Die ÖBB rechneten damit, dass im Laufe des Abends der planmäßige Bahnverkehr wieder läuft.

Hitzerekord: 35,3 Grad

Donnerstagnachmittag wurde die höchste Temperatur des bisherigen Jahres in Österreich gemessen: an der ZAMG-Wetterstation Leibnitz-Wagna (Steiermark) mit 35,3 Grad. Damit wurde der bisherige höchste Wert 2020 am Montag von 35,0 Grad in Bad Gleichenberg (Steiermark) knapp übertroffen. Ebenfalls die 35er-Marke überschritt die Thermometeranzeige heute mit 35,2 Grad in Graz-Straßgang und Lutzmannsburg (Burgenland), berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

Quelle: Agenturen