APA - Austria Presse Agentur

Schwere Unwetter treffen Oberösterreich

22. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Heftige Gewitter haben in der Nacht auf Dienstag in Oberösterreich Überflutungen und Verkehrsunfälle verursacht. Die Feuerwehren waren im Großeinsatz: Insgesamt 150 Feuerwehren mit 2.300 Helfern rückten zu 316 Einsätzen aus, berichtete die Landeswarnzentrale. Die Unwetter begannen gegen 21.30 Uhr. Zahlreiche Straßen mussten von umgestürzten Bäume befreit werden. Hauptbetroffen waren die Bezirke Urfahr-Umgebung, Braunau, Ried im Innkreis, Schärding und Vöcklabruck.

Aus Engerwitzdorf im Bezirk Urfahr-Umgebung berichtete die Feuerwehr Schweinbach, die dann auch andere Wehren alarmierte, von einem "Starkregenereignis, wie es in den letzten zehn Jahren nicht mehr vorgekommen ist". Binnen weniger Minuten habe das Wasser von den Abwasserkanälen nicht mehr aufgenommen werden können und es überflutete in der Folge Gebäude, Garagen und Keller. In einigen Häusern sei das Wasser bis über einen halben Meter hoch gestanden. In einem Einfamilienhaus mit einer leicht abschüssigen Garage drang soviel Wasser ein, dass das Auto aufschwamm.

Auf der Innkreisautobahn (A8) kam ein Lkw gegen 1.30 Uhr im Gemeindegebiet von St. Martin im Bezirk Ried wegen Aquaplaning ins Schleudern und touchierte zuerst mit der Betonmittelleitschiene und danach mit der rechten Leitschiene bis er quer auf dem Pannenstreifen zu stehen kam. Der 53-jährige Lenker aus Deutschland wurde verletzt in das Krankenhaus Ried eingeliefert.

Auf der Pyhrnautobahn (A9) überschlug sich ein 43-jähriger Bosnier aus dem Bezirk Liezen im Gemeindegebiet von Spital am Pyhrn im Bezirk Kirchdorf an der Krems mit seinem Pkw nachdem er ebenfalls wegen Aquaplaning ins Schleudern geraten war. Er wurde verletzt in das Landeskrankenhaus Kirchdorf eingeliefert.

Die oberösterreichische Landeswarnzentrale im Landesfeuerwehrkommando stockte in der vergangenen Nacht das Personal von zwei auf sieben Disponenten zur Annahme der Notrufe auf. Aufgrund der Wetterprognosen für die Nacht auf Mittwoch wurde gleich ein weiterer erhöhter Personaleinsatz vorbereitet.

Quelle: Agenturen