Schwere Unwetter im süditalienischen Kalabrien
Der Präsident der Region Kalabrien, Roberto Occhiuto, berief eine außerordentliche Kabinettssitzung ein, um bei der Regierung in Rom den Notstand zu beantragen. Damit sollen Sondermittel für den Wiederaufbau locker gemacht werden. "Wir verzeichnen erneut enorme Schäden. Glücklicherweise gibt es weder Opfer noch Vermisste", erklärte Occhiuto.
Anhaltender Wind und starke Regenfälle führten in den vergangenen vier Tagen zu über 1.000 Einsätzen der Feuerwehr auf Sardinien. Besonders betroffen waren die Provinzen Cagliari, Sassari und Nuoro, wie Medien berichteten. In der Ortschaft Camedda in Ittiri retteten Einsatzkräfte fünf Personen, die wegen eines angeschwollenen Flusses von ihren Häusern abgeschnitten waren.
Süditalien war bereits in den vergangenen Wochen von schweren Niederschlägen heimgesucht worden. Seit zwei Wochen sackt der Boden in Teilen des Gebiets von Niscemi im Süden Siziliens ab. Der äußere Teil der Stadt steht direkt am Abhang und droht weiter abzurutschen. Mehr als 1.500 Menschen mussten laut Behörden bereits ihre Häuser verlassen. Viele von ihnen werden wohl auch nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren können.
Zusammenfassung
- Schwere Unwetter haben am Samstag Süditalien getroffen, wobei in Kalabrien 500 Menschen evakuiert werden mussten, nachdem der Fluss Crati über die Ufer getreten war.
- Auf Sardinien kam es in den vergangenen vier Tagen zu über 1.000 Feuerwehreinsätzen wegen Überschwemmungen und Erdrutschen, und fünf Personen wurden in Camedda/Ittiri aus ihren Häusern gerettet.
- Im Süden Siziliens mussten mehr als 1.500 Menschen ihre Häuser verlassen, da der Boden in Teilen von Niscemi absackt und viele wohl nicht zurückkehren können.
