Schulen bereiten sich auf Lockdown vor

13. Nov 2020 · Lesedauer 1 min

Die Schulen bereiten sich bereits auf die erwarteten Schließungen in der kommenden Woche vor. Die Ärztekammer warnt unterdessen vor den Auswirkung von Schulschließungen auf das Spitalspersonal.

"Wir werden den Schülern empfehlen, dass sie ihre Unterlagen mitnehmen sollen", sagt Irene Pichler, Direktorin des Gymnasium Kollegium Kalksburg, im Interview mit PULS 24 Reporterin Sabine Loho. Auch der Umgang mit Kommunikationskanälen wie Microsoft Teams werde geübt. An vielen Volksschulen werden ähnliche Maßnahmen getroffen, wie Elternvertreter berichten. Die Schulen bereiten sich so auf einen möglichen Lockdown vor.

Pichler rechnet mit einem Schichtbetrieb oder einer kompletten Schließung der Schulen. Sie hofft, dass die Schulen zumindest einen Übergangstag für die Umstellung bekommen. Das Distance-Learning für die Oberstufen funktioniere indes besser als noch im Frühjahr. "Weil einfach eine gewisse Erfahrung da ist", sagt die Direktorin. 

Doppelbelastung für Spitalspersonal 

Unterdessen warnt die Wiener Ärztekammer vor einer Schließung der Schulen: Das Spitalspersonal werde die Doppelbelastung der Kinderbetreuung und der Pandemiebekämpfung nicht bewältigen können.

Die Wiener Ärztekammer warnte vor Personalengpässen: "Unsere COVID-Personalressourcen in den Wiener Gemeindespitälern sind bereits am Limit", so Vizepräsident Wolfgang Weismüller in einer Aussendung. "Wir können zwar Intensivbetten umwidmen, aber nicht das dafür notwendige Personal bereitstellen - vor allem nicht, wenn man zu Hause die Kinderbetreuung übernehmen muss."

Quelle: Agenturen / Redaktion / spe