Schlepper-Unfall: Eine Obduktion abgeschlossen - Tod durch Unfall

16. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Nach dem schweren Unfall mit einem Schlepperfahrzeug am Samstag auf der Nordostautobahn (A6) bei Kittsee im Burgenland werden am Dienstag die drei toten Flüchtlinge obduziert.

Ein Ergebnis könnte es noch am Spätnachmittag geben, hieß es von Polizei und Staatsanwaltschaft Eisenstadt auf Anfrage der APA. Auch ihre Identität könnte dann geklärt sein. Der mutmaßliche Schlepper, ein dreißigjähriger Russe, befindet sich indes weiter in U-Haft in der Justizanstalt Eisenstadt.

Unfall nach Flucht vor Polizei 

Am Samstag hatte der Lenker auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle auf der A6 einen Unfall mit drei Toten und 17 verletzten Flüchtlingen verursacht. Er konnte festgenommen und in Untersuchungshaft genommen werden. Gegen den Mann, der über einen französischen Aufenthaltstitel verfügt, wird wegen Schlepperei in einer kriminellen Vereinigung sowie mehrfacher fahrlässiger Tötung und Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen ermittelt. Der Schlepper wird weiterhin einvernommen, Details dazu wurden aus kriminaltaktischen Gründen aber nicht genannt.

Der Kastenwagen hatte sich bei der Autobahnabfahrt Kittsee überschlagen. Zwei Männer und eine Frau starben bei dem Vorfall. Ihre Todesursache sowie die Identität werden bei einer Obduktion abgeklärt. Laut Angaben des Innenministeriums wurde bis zum Spätnachmittag eine Obduktion abgeschlossen, hieß es zur APA. Abzuklären war, ob die drei bereits vor dem Unfall im Wagen oder beim Unfall selbst starben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Eisenstadt erklärte, dass einer der obduzierten Männer jedenfalls durch den Unfall starben. Die weiteren Erkenntnisse der Untersuchungen werden für Mittwoch erwartet.

Erschwerte Polizeiarbeit 

Unter den 17 Verletzten waren vier Minderjährige und 13 Männer. Die Schwere der Verletzungen und die Behandlung in unterschiedlichen Krankenhäusern erschwert die Arbeit der Ermittler, hieß es seitens der Polizei. Auch seien die Migranten großteils ohne Ausweispapiere unterwegs gewesen.

Quelle: Agenturen