APA - Austria Presse Agentur

Riesenschildkröte auf Fernandina doch nicht ausgestorben

26. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Nun ist es wissenschaftlich bestätigt: Eine 2019 auf der Galapagos-Insel Fernandina entdeckte Riesenschildkröte gehört zu einer Art, die als lange ausgestorben galt. "Es wurde angenommen, dass sie vor mehr als 100 Jahren ausgerottet wurde", erklärte Ecuadors Umweltminister Gustavo Marique am Dienstag (Ortszeit). "Wir haben ihre Existenz bestätigt. Die Schildkröte der Art Chelonoidis phantasticus wurde in Galapagos gefunden."

Genetiker der US-Eliteuniversität Yale hatten die DNA des Schildkrötenweibchens mit einer 1906 genommenen Probe von einem Männchen der Art abgeglichen und die Erbgut-Übereinstimmung bestätigt. Die in einem Museum aufbewahrte Probe war bei einer Expedition der Kalifornischen Akademie der Wissenschaften genommen worden.

Chelonoidis phantasticus ist eine von 15 Riesenschildkröten-Arten, die auf den entlegenen Galapagos-Inseln vorkommen. Die für die Galapagos-Inseln Santa Fe und Pinta typischen Riesenschildkrötenarten sind bereits ausgestorben. Dass es doch noch ein Exemplar der Art der Insel Fernandina gibt, "erneuert unsere Hoffnung auf eine Erholung dieser Art, um sie vor einem ähnlichen Schicksal wie dem von Lonesome George zu bewahren", erklärte der Direktor des Galapagos-Nationalparks, Danny Rueda.

Lonesome George, ein Schildkrötenmännchen der Galapagos-Art Chelonoidis abingdonii, war 2012 im Alter von mehr als hundert Jahren gestorben. Er war das letzte bekannte Exemplar seiner Art. Versuche, ihn mit verwandten Unterarten zu verpaaren, waren fehlgeschlagen.

Quelle: Agenturen