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Rennauto fährt in Zuschauermenge: Auch Kinder unter Verletzten

20. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

In Kärnten kam es am Samstagnachmittag während eines Auto-Slaloms zu einem Unfall mit zum Teil schwer Verletzten. Ein Rennfahrer kam vom Kurs ab und raste offenbar ungebremst in die Zuschauermenge. Am Sonntag beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft Klagenfurt das Auto.

Am Samstag gegen 16 Uhr verlor beim "Race Cup Kärnten" in Patergassen im Kärntner Bezirk Feldkirchen. Beim "Race Cup Kärnten" in Fahrer in der Zielkurve die Kontrolle über sein Auto. Es kam von der Rennstrecke ab, durchbrach einen Absperrzaun und raste ungebremst in die Menge. 

Sechsjährige unter Schwerverletzten

Elf Menschen wurden in der Sportarena Falkert/Wiederschwing verletzt, davon zwei schwer. Eine der Schwerverletzten ist ein sechsjähriges Mädchen. Unter den anderen Verletzten waren zwei weitere Kinder bzw. Jugendliche (10 bzw. 16 Jahre). Die Schwerverletzten wurden mit dem Rettungshubschrauber ins Spital geflogen, die Verletzte auf mehrere Krankenhäuser aufgeteilt. Die weiteren Veranstaltungen des Rennens mit 46 Teilnehmern aus Österreich und Nachbarländern wurden abgesagt. Feuerwehr, Rotes Kreuz, Johanniter, Ärzte sowie ein Kriseninterventionsteam waren vor Ort im Einsatz.

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Auto beschlagnahmt

Der genaue Unfallhergang ist noch unklar und muss erst ermittelt werden. Eine Untersuchung des Fahrzeugs soll klären helfen, ob eventuell ein technisches Gebrechen vorlag. Die Staatsanwaltschaft hat deshalb die Beschlagnahme des Unfallwagens angeordnet.

Erfahrener Fahrer hatte 0,0 Promille

Ein Alkotest beim 35-jährigen Fahrer des Wagens hatte 0,0 Promille Alkohol im Blut ergeben. Der Rennfahrer blieb bei dem Unfall unverletzt. Laut Feuerwehr-Kommandant des Ortes war er auf der Strecke erfahren. 

Feuerwehr-Chef: Erfahrener Fahrer

"Wir sind froh, dass der Einsatz so rasch bewältigt wurde, die Einsatzkräfte haben alle eine Toparbeit geleistet", sagte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Patergassen, Andreas Foditsch. Die Rettungskette sei schnell in Gang gesetzt worden. Das Auto des Fahrers war bereits in der Zielkurve und sei dann von der Fahrbahn abgekommen, sagte Foditsch. "Es war leider ein Unfall im Zuge des Rennens", so der Feuerwehrchef.

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Marianne LamplQuelle: Agenturen / Redaktion / lam