Prozess gegen möglichen Beteiligten des Wien-Anschlags

21. Dez 2020 · Lesedauer 1 min

Einer der möglichen Tatbeteiligten am Terror-Anschlag vom 2. November in der Wiener Innenstadt muss sich am Montag wegen terroristischer Vereinigung am Wiener Landesgericht verantworten.

Die Anklage gegen den 18-Jährigen bezieht sich allerdings auf Vorgänge zwischen März 2018 und Oktober 2019 und hat damit nichts mit dem Anschlag zu tun, der vier Passanten das Leben gekostet hat, ehe der Attentäter von der Polizei erschossen wurde.

Worum es beim Prozess gegen mögliche Terror-Komplizen geht

PULS 24 Reporterin Josephine Roek erklärt im Gespräch mit PULS 24 Anchorwoman Alina Marzi, worum es beim Prozess gegen mögliche Komplizen des Wien-Attentäters geht.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, als damals 16-Jähriger den späteren Attentäter in seinen Plänen bestärkt zu haben, als dieser ihm ankündigte, er wolle nach Syrien reisen und sich dort der radikalislamistischen Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) anschließen. Er soll diesen auch mit IS-Propagandamaterial versorgt haben. Zum IS sollen den Burschen einschlägige Videos, Nasheeds (salafistische Kampfgesänge, Anm.) und radikale Prediger gebracht haben, denen er im Internet folgte.

Für die Verhandlung wurde ein Fotografier- und Filmverbot im Gerichtssaal erlassen.

LVT-Chef warnt: "Anschlag auch in Graz möglich"

Der Chef des steirischen Landesverfassungsschutzes bekalgt Personalnot und warnt den steirischen Landeshauptmann Schützenhöfer, dass ein Anschlag wie in Wien auch in Graz möglich sei.

Quelle: Agenturen