APA - Austria Presse Agentur

Polizeieinsatz auf Hanfplantage in Wien womöglich "Irrtum"

25. Juli 2020 · Lesedauer 1 min

In der Nacht auf Donnerstag hatten 20 Wiener Polizisten, großteils noch Polizeischüler, alle Hände voll zu tun: In einer Halle in Liesing wurden 1.800 Hanfpflanzen abgeholzt. Der Züchter beteuert aber, die Stauden legal für Kosmetik angebaut zu haben. Der THC-Gehalt müsse erst noch geprüft werden, hieß es am Samstag von der Landespolizeidirektion, die den Bericht der "Kronen Zeitung" bestätigte.

Drogenfahnder, WEGA und Polizeischüler seien ausgerückt, um das vermeintliche Suchtgift Donnerstag um 3.00 Uhr abzuholzen, berichtete die "Krone". "Wir sind Bauern und doch keine Drogendealer wie Pablo Escobar. Meine Pflanzen haben einen viel zu geringen sogenannten Tetrahydrocannabinol-Gehalt, um als verbotenes Suchtgift zu gelten", zitierte das Blatt den Plantagen-Besitzer. Er verfüge auch über das landwirtschaftliche Registrierblatt der Agrarmarkt Austria (AMA).

Der Firmenchef beziffert seinen Schaden mit 27.000 Euro. "Ich wollte aus dem THC-befreiten Cannabis edle Naturkosmetik-Öle erzeugen und diese verkaufen", schilderte er der Zeitung.

"Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Experten des Bundeskriminalamts werden den THC-Gehalt analysieren", sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger auf APA-Anfrage.

Quelle: Agenturen