Ölpest in Mexiko: 2.000 Einsatzkräfte bei Reinigungsarbeiten
Bei einem Überflug über das Meer wurden zudem weitere Ölteppiche entdeckt. Diese sollen laut der Marine die Folge natürlicher Austritte sein, die aus dem Untergrund an die Oberfläche treten. Ölsperren seien errichtet worden, um eine weitere Ausbreitung des Öls zu verhindern, hieß es.
"Von schweren Umweltschäden ist vorerst nicht auszugehen", sagte Umweltministerin Alicia Bárcena auf einer Pressekonferenz. Die Generalstaatsanwaltschaft werde ermitteln. Nur einige Vögel und Meeresschildkröten sollen demnach betroffen worden sein. Ein tot aufgefundener Delfin soll dagegen nicht an den Ölrückständen, sondern an Folgen eines Schlags gestorben sein. Naturschutzorganisationen hatten vor möglichen Auswirkungen auf Korallenriffe, Mangroven und Meerestiere gewarnt.
Die Strände sind laut den Behörden inzwischen bereits weitestgehend gereinigt worden. Betroffene Fischergemeinden würden von der Regierung unterstützt, sagte Präsidentin Sheinbaum. Laut dem staatlichen Energiekonzern Pemex wurden bisher 430 Tonnen Schadstoffe aus dem Meer und von den Küsten entfernt.
Das Öl lief vermutlich aus einem bisher nicht identifizierten privaten Schiff in der Nähe des Hafens von Coatzacoalcos aus, wie die Marine mitteilte. Laut Umweltschützern zeigen Satellitenbilder, dass sich der Ölteppich Mitte Februar über eine Fläche von 50 Quadratkilometern erstreckte. In den folgenden Wochen habe sich das Öl allmählich über einen 630 Kilometer langen Küstenabschnitt ausgebreitet.
Zusammenfassung
- Rund 2.000 Einsatzkräfte sind im Golf von Mexiko mit der Reinigung nach einer Ölverschmutzung beschäftigt, wobei das Öl die Küsten der Bundesstaaten Veracruz und Tabasco erreichte.
- Laut Behörden wurden bisher 430 Tonnen Schadstoffe entfernt, und der Ölteppich breitete sich seit Mitte Februar über eine Fläche von 50 Quadratkilometern und einen 630 Kilometer langen Küstenabschnitt aus.
- Umweltministerin Alicia Bárcena erklärte, dass vorerst keine schweren Umweltschäden zu erwarten seien, während betroffene Fischergemeinden von der Regierung unterstützt werden.
