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Öl von gesunkenem Frachter trifft auf Strände in Thailand

Heute, 07:25 · Lesedauer 2 min

In Thailand ist Erdöl, das aus einem im Indischen Ozean gesunkenen Frachter ausgetreten ist, an die Strände der berühmten Urlaubsinsel Phuket gespült worden. Der örtliche Abgeordnete Chalermpong Saengdee sagte am Freitag, die Ölrückstände hätten Ya Nui Beach sowie kleinere Inseln in der Provinz Phuket erreicht. Das Öl verschmutze den bei Touristen wegen seines türkisfarbenen Wassers beliebten Strand Banana Beach auf Koh Hey und werde sich vermutlich weiter ausbreiten.

"Das ist sehr beunruhigend, weil der Vorfall zwei Wochen zurückliegt, sich die Lage nicht verbessert und eine Gefahr für Meereslebewesen und Korallenriffe darstellt", sagte der Abgeordnete. "Wir sind auch beunruhigt, weil es sich auf Thailands Tourismus und Wirtschaft auswirken könnte".

Das unter der Flagge Panamas fahrende Frachtschiff "Sealloyd Arc" war am 7. Februar auf dem Weg nach Bangladesch vor Phuket gesunken. Nach Angaben der thailändischen Behörden traten rund 1.700 Liter Öl aus. Das Schiff liegt in rund 60 Metern Tiefe, weshalb Taucher das Leck nur schwer erreichen können, wie Chalermpong sagte.

Im örtlichen Fernsehsender PBS waren Bewohner zu sehen, die die Strände mit Harken und Kübeln absuchten, um Ölklumpen einzusammeln. Die thailändische Marine setzte im Kampf gegen die Ölverschmutzung Dispersionsmittel ein. Chalermpong rief die Regierung auf, Geld für eine Bergung des Wracks bereitzustellen.

Zusammenfassung
  • Nach dem Untergang des Frachters 'Sealloyd Arc' am 7. Februar vor Phuket sind rund 1.700 Liter Öl ausgetreten und haben Strände wie Ya Nui Beach und Banana Beach auf Koh Hey verschmutzt.
  • Das Wrack liegt in etwa 60 Metern Tiefe, wodurch die Abdichtung des Lecks für Taucher schwierig ist und das Öl sich weiter ausbreiten könnte.
  • Bewohner und Marine setzen Dispersionsmittel ein und sammeln Ölklumpen, während Politiker wegen der Gefahr für Meeresleben, Korallenriffe, Tourismus und Wirtschaft Alarm schlagen.