APA - Austria Presse Agentur

Oberösterreich wohl vor weiteren Corona-Verschärfungen

28. Okt 2020 · Lesedauer 2 min

Oberösterreich steht offenbar vor weiteren Corona-Verschärfungen. Aus dem Umfeld von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) ist zu vernehmen, dass am heutigen Mittwoch Maßnahmen zur Unterbindung privater Partys präsentiert werden.

In Oberösterreich dürften weitere Verschärfungen in Sachen Corona kommen. Im Landhaus herrscht im Vorfeld des Halloween-Wochenendes Alarmstimmung. Hintergrund sind rasant steigende Infektionszahlen und immer vollere Spitäler. Wie aus dem Umfeld von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) zu hören war, zielt man auf private Partys in Garagen oder Stadeln ab. Neue rechtliche Maßnahmen mit dem Ziel, unkontrollierte Feiern zu unterbinden, könnten bereits heute, Mittwoch, präsentiert werden.

Stadel- und Garagenpartys sollen unterbunden werden

Es gebe für Veranstaltungen und in der Gastronomie klare gesetzliche Regeln. Man habe die Sperrstunde nicht vorverlegt, weil auch laut Experten das Infektionsrisiko in der Gastronomie unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften gering sei. Die meisten Ansteckungen passieren im privaten Bereich. Daher sei jetzt einfach nicht die Zeit für Stadel- oder Garagenpartys, war aus dem Landhaus zu hören.

Lage in Spitälern spitzt sich zu

Hintergrund sind die zuletzt stark gestiegenen Corona-Zahlen. Auch die Lage in den Spitälern spitzt sich zu. Am Dienstag wurde bekannt, dass man damit beginnt, nicht sofort nötige Eingriffe zu verschieben. Angesichts der sehr personalintensiven Behandlung von Covid-19-Patienten befürchtet man in den Krankenhäusern, an Kapazitätsgrenzen zu stoßen, wenn sich die Infektionskurve so weiterentwickelt wie zuletzt. Dann wären in Oberösterreich die für Corona-Patienten vorgehaltenen Plätze Anfang November aufgebraucht, was einen Totalstopp elektiver Leistungen bedeuten würde. Hinzu kommt, dass es täglich Hunderte Neuinfektionen im Bundesland gibt und sich diese Zahlen erst zeitverzögert in der Auslastung von Spitals- und Intensivbetten niederschlagen.
 

Quelle: Agenturen / apb