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NS-Anhänger mit makabrer Sammlung in Vorarlberg verhaftet

29. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Die Vorarlberger Polizei hat vergangene Woche einen Mann festgenommen, in dessen Keller in Fußach (Bez. Bregenz) menschliche Überreste, Waffen, Munition und NS-Devotionalien sichergestellt wurden. Dabei soll es sich laut der "Neuen Vorarlberger Tageszeitung" um konservierte Föten und einen Schädel handeln. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch bestätigte der APA Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Waffen- und Verbotsgesetz, gefährlicher Drohung sowie Störung der Totenruhe.

Der Mann war ins Visier der Polizei geraten, weil er bei einer Autofahrt eine Langwaffe aus einem Fenster gehalten und damit jemanden bedroht haben soll. Aufgrund dieses Vorfalls fand eine Hausdurchsuchung statt, sagte Karin Dragosits, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Feldkirch, am Donnerstag. An dem Einsatz am 21. Jänner waren neben Beamten des Einsatzkommandos Cobra und des Landeskriminalamts auch Kräfte des Staatsschutzes beteiligt.

In mehreren Gläsern fanden die Ermittler im Keller zwei bis drei in Flüssigkeit eingelegte Föten in Gläsern sowie einen skelettierten menschlichen Schädel, bestätigte Dragosits. Ein Gewaltverbrechen halten die Ermittler derzeit offenbar für unwahrscheinlich. Es gebe bisher keine entsprechenden Hinweise, so die Behördensprecherin, "aber das wird man sich natürlich noch genau anschauen". Darüber hinaus entdeckte die Polizei kistenweise Waffen und verbotene Munition sowie NS-Devotionalien. Bei dem Festgenommenen soll es sich laut "Neue Vorarlberger Tageszeitung" um einen Frühpensionär handeln, der im Gesundheitswesen tätig war. Zur Person des Verdächtigen wollte sich die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage nicht äußern.

Zusammenfassung
  • Der Mann war ins Visier der Ermittler geraten, weil er bei einer Autofahrt eine Langwaffe aus dem Fenster gehalten und damit eine Person bedroht haben soll.
  • Ermittlungen laufen wegen Verstößen gegen das Waffen- und Verbotsgesetz, gefährlicher Drohung und Störung der Totenruhe; ein Gewaltverbrechen wird derzeit als unwahrscheinlich eingestuft.