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"Never Gonna Give You Up": Greta Thunberg singt gegen den Klimawandel

17. Okt. 2021 · Lesedauer 2 min

Damit hatte wohl keiner gerechnet: Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat die Besucher eines Konzerts zugunsten des Klimaschutzes in Stockholm mit einer Gesangseinlage überrascht.

Gemeinsam mit einem anderen Klimaaktivisten schmetterte die 18-Jährige am Samstagabend vor einer jubelnden Menge den 80er-Jahre-Hit "Never Gonna Give You Up" von Rick Astley und tanzte ausgelassen dazu.

Der schwedischen Zeitung "Aftonbladet" zufolge war es das erste Mal, dass Thunberg in der Öffentlichkeit ihre Gesangskünste zum Besten gab. "Wir sind letztlich einfach Teenager, die miteinander herumalbern, nicht nur die wütenden Kinder, als die uns die Medien oft darstellen", sagte sie dem Blatt im Anschluss an den Auftritt.

Mutter und Schwester sind im Musikgeschäft

Das Showbusiness dürfte Greta jedenfalls nicht ganz fremd sein: Sowohl ihre Mutter Malena Ernman (50) als auch ihre Schwester Beata Ernman Thunberg (16) sind im Musikgeschäft, wie "Aftonbladet" anmerkte. Mutter Malena, die eigentlich Opernsängerin ist, hatte sogar ihre Heimat 2009 beim Eurovision Song Contest vertreten.

Das Konzert am Samstag in Stockholm war Teil einer Reihe, die von den Klimaschützern Fridays for Future und dem Festivalveranstalter Livegreen unter dem Titel "Climate live" in 45 Ländern veranstaltet wird. Dabei traten Künstler wie unter anderem der schwedische Sänger und Songwriter Lars Winnerbäck und das Indie-Pop-Duo Aid Kit auf.

"Wir müssen weiter Druck machen"

Zur anstehenden Weltklimakonferenz COP26 im schottischen Glasgow hat sich Thunberg pessimistisch geäußert: "So wie es jetzt aussieht, wird diese COP zu keinen großen Veränderungen führen", sagte die Schwedin am Samstag am Rande eines Konzerts gegen den Klimawandel in Stockholm. "Wir müssen weiter Druck machen". Die Regierungen müssten "den Schwerpunkt von dem Versuch, Schlupflöcher zu schaffen" auf "die tatsächliche Rettung des Planeten" verlagern.

Auf der Konferenz im schottischen Glasgow wird vom 31. Oktober bis zum 12. November über die weitere Reduzierung der Treibhausgasemissionen verhandelt. Im Vorfeld hatten unter anderem Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Joe Biden für eine Verschärfung der nationalen Klimaschutzziele geworben. Zahlreiche Staaten kündigten neue Initiativen an, etwa zur Erhöhung der Hilfszahlungen für Entwicklungsländer sowie zur Reduktion von Methan-Emissionen.

Quelle: Agenturen / koa