Nach Erdrutsch auf Ischia müssen Häuser geräumt werden

02. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Nach dem verheerenden Unwetter auf der süditalienischen Insel Ischia im Golf von Neapel mit elf Toten und einem Vermissten haben die Behörden am Freitag die Räumung von gefährdeten Häusern in der Ortschaft Casamicciola im nördlichen Teil der Insel beschlossen. 1.100 Personen müssen in Sicherheit gebracht werden. Auf der Insel besteht Sorge wegen einer weiteren Unwetterwelle am bevorstehenden Wochenende.

Die von der Evakuierung betroffenen Menschen sollen in Hotels der Urlaubsinsel untergebracht werden. Seit dem Erdrutsch waren bereits 290 Personen obdachlos.

Auf Ischia wurden die Bergungsarbeiten fortgesetzt. Gesucht wird nach einem letzten Vermissten, nachdem am Donnerstag drei weitere Tote geborgen worden waren, zwei Männer und eine Frau. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf elf. Bei einem der am Donnerstag geborgenen Opfer dürfte es sich um den Vater von drei Kindern handeln, die bei dem Erdrutsch ums Leben gekommen sind.

Starke Regenfälle hatten zu Überschwemmungen und Erdrutschen auf der Insel geführt. Besonders betroffen war der Nordteil der Insel. Etwa 900 Gebäude wurden in Mitleidenschaft gezogen, berichtete der Minister für den Zivilschutz, Nello Musumeci, am Donnerstag vor dem Parlament.

Ein Risiko für Überschwemmungen, Erdrutsche und Erosionen besteht in ganz Italien und nicht nur auf Ischia mit seinen etwas mehr als 60.000 Einwohnern. 94 Prozent der Kommunen seien gefährdet, sagte der italienische Zivilschutzchef Fabrizio Curcio. Deshalb brauche es mehr Prävention und Verbesserung beim Bau von Wehren sowie an Flussufern. Die Menschen müssten ihr Verhalten bei Unwetterwarnungen anpassen.

Quelle: Agenturen