Musk soll zu KI-Missbrauchsdarstellungen befragen
Die Justiz verfolge einen "konstruktiven Ansatz", um zu überprüfen, ob die Plattform X in Frankreich die dort geltenden Gesetze respektiere, erklärte die Staatsanwaltschaft. Es geht dabei um den auf X verfügbaren KI-Chatbot Grok und dessen Funktion, in Sekundenschnelle Bilder von realen Menschen zu erstellen und zu verbreiten. Die Funktion wurde Anfang Jänner eingeführt, nach Schätzungen der britischen Nichtregierungsorganisation CCDH erstellten Nutzer mindestens 23.000 Bilder von Kindern. X schränkte die Funktion nach eigenen Angaben seither ein.
Die Ermittlungen umfassen unter anderem die Vorwürfe der Beihilfe zum Besitz von bildlichen Missbrauchsdarstellungen von Kindern, der Verletzung des Rechts am eigenen Bild, die Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Datendiebstahl. Bei der französischen Staatsanwaltschaft waren dazu am 12. Jänner zwei Meldung eingegangen. Die Ermittlungen wurden seitdem ausgeweitet. Auch die EU-Kommission geht gegen X wegen der Verbreitung solcher Inhalte mit Hilfe von Grok vor.
Zusammenfassung
- Die französische Justiz will Elon Musk am 20. April in Paris zu einer freiwilligen Anhörung befragen, weil auf der Plattform X Missbrauchsdarstellungen von Kindern verbreitet wurden.
- Im Zentrum der Ermittlungen steht der KI-Chatbot Grok, mit dem seit Januar laut der britischen NGO CCDH mindestens 23.000 Bilder von Kindern erstellt wurden.
- Neben der Durchsuchung von X-Büros in Frankreich und der Vernehmung mehrerer Mitarbeiter ermittelt auch die EU-Kommission gegen X wegen der Verbreitung solcher Inhalte.
