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Motorrad-Führerscheine im Vorjahr weiterhin sehr gefragt

12. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

2022 sind in Österreich ähnlich wie in den vergangenen fünf Jahren mehr als 90.000 Autoführerscheine erworben worden. Das berichtete die Wirtschaftskammer (WKÖ) am Donnerstag. Motorrad-Führerscheine waren indes weiter deutlich mehr gefragt als vor Corona-Zeiten. "Das Interesse an einem Motorroller bzw. Motorrad-Schein liegt mit 17.000 Bike-Scheinen der Klasse A noch immer 15 Prozent über Vorkrisenniveau", erklärte Joachim Steininger, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen.

Der Zuspruch zu Zweirädern sei nach wie vor höher, habe sich jedoch zuletzt abgeflacht. "Während Corona war die Nachfrage durch Biker zwischenzeitlich sprunghaft angestiegen", teilte Steininger in einer Aussendung mit. Beim Autoführerschein der Klasse B gab es "lediglich aufgrund der Corona-Schließungen 2020 und 2021 Schwankungen, doch diese sind nun ausgeglichen", berichtete der Fachverbands-Obmann.

Bei den Berufslenkern von Lkw und Bussen wurde mit 3.300 neuen Lkw-Lenkern und 1.000 neuen Buslenkern im Jahr 2022 wieder das Niveau von 2019 erreicht. Die coronabedingten Ausfälle konnten aber nicht aufgeholt werden, womit rückwirkend betrachtet jeweils 500 Lenker bei der Güterbeförderung und den Busunternehmen dauerhaft fehlen würden. "Die Lücke bei den Fachkräften im beruflichen Bereich bleibt somit aufrecht", sagte Steininger.

Die WKÖ forderte in der Aussendung eine Reform für mehr E-Autos und Automatikfahrzeuge bei der Führerschein-Ausbildung. Zusätzlich wollen die Fahrschulbranche den Fachkräftemangel beim Ausbildungspersonal entschärfen. Der Zugang zum Beruf des Fahrlehrers, der die Fahrstunden im Fahrzeug gibt, sowie zum Beruf des Fahrschullehrers, der im Unterrichtssaal die Theorieschulungen durchführt, solle verbessert werden, etwa durch attraktivere Verdienstmöglichkeiten und einen höheren Praxisanteil bei der Ausbildung, hieß es.

Quelle: Agenturen