APA - Austria Presse Agentur

Moskauer dürfen wieder ihre Häuser verlassen

09. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Erstmals seit mehr als zwei Monaten haben die Bewohner Moskaus am Dienstag wieder ihre Häuser verlassen dürfen. Bei strahlendem Sonnenschein strömten viele Menschen auf die Straßen der russischen Hauptstadt. Seit Ende März war in Moskau das Verlassen der Wohnungen nur in dringenden Fällen und mit Passierschein möglich.

Erstmals seit mehr als zwei Monaten haben die Bewohner Moskaus am Dienstag wieder ihre Häuser verlassen dürfen. Bei strahlendem Sonnenschein strömten viele Menschen auf die Straßen der russischen Hauptstadt. Seit Ende März war in Moskau das Verlassen der Wohnungen nur in dringenden Fällen und mit Passierschein möglich.

Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte die Lockerung der Corona-Beschränkungen in der Zwölf-Millionen-Stadt damit begründet, dass die Pandemie sich "nun seit mehreren Wochen langsam abschwächt". Das Ende der Ausgangssperre wird von mehreren Schutzmaßnahmen begleitet: So muss auf den Straßen eine Atemschutzmaske getragen werden, in öffentlichen Gebäuden und den öffentlichen Transportmitteln sind Maske und Handschuhe Pflicht.

Gemessen an den Infektionszahlen ist Russland derzeit das drittstärkste von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit. Am Dienstag wurde die Zahl von 6.000 Todesfällen überschritten, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 485.000 Menschen haben sich inzwischen mit dem neuartigen Virus infiziert. Epizentrum der Pandemie in Russland ist Moskau, wo fast die Hälfte aller Todesfälle registriert wurde. Allerdings sinkt die Zahl der Neu-Infektionen in der Hauptstadt kontinuierlich.

Die nun vollzogenen Lockerungen stehen auch im Zusammenhang mit der für den 24. Juni geplanten Militärparade zum Gedenken an den Sieg der Sowjets über die Nazis vor 75 Jahren. Die Parade hatte bereits am 9. Mai stattfinden sollen, war aber wegen der Corona-Pandemie verschoben worden. Am 1. Juli soll überdies das im April verschobene Verfassungsreferendum stattfinden, das Staatschef Wladimir Putin ermöglichen soll, bis 2036 an der Macht zu bleiben.

Unterdessen stieg in Großbritannien die offizielle Zahl der mit dem Coronavirus in Verbindung stehenden Todesfälle auf fast 50.000. Das geht aus den jüngsten Zahlen der nationalen Statistikbehörde hervor. Erfasst wurden alle Todesfälle bis zum 29. Mai, bei denen eine Covid-19-Erkrankung als bestätigte oder mutmaßliche Todesursache auf der Sterbeurkunde erwähnt wird.

Demnach starben 49.989 Menschen in Großbritannien an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Die Regierung spricht dagegen bisher von 40.597 Todesfällen. Sie zählt nur jene Toten, die zuvor positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Quelle: Agenturen