APA - Austria Presse Agentur

Mindestens drei Tote bei Waldbränden in Kalifornien

29. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

Zwei seit Sonntag wütende Waldbrände haben im Norden des US-Staates Kalifornien Menschenleben gefordert und Zehntausende Bewohner zur Flucht gezwungen. Mindestens drei Menschen seien beim sogenannten Zogg Fire im Norden Kaliforniens gestorben, teilte die Behörde Cal Fire am Montagabend mit. Sie seien südwestlich der Stadt Redding in den sich schnell fortbewegenden Flammen ums Leben gekommen, zitierte die Zeitung "Los Angeles Times" den zuständigen Sheriff Eric Magrini.

Das seit Sonntag brennende Feuer breitete sich bis Montagabend nach Behördenangaben auf 126 Quadratkilometern aus. Unterdessen wuchs auch das seitdem wütende "Glass Fire" in der Weinregion Napa Valley nordöstlich von San Francisco um ein Vielfaches seiner Fläche an. Es brannte der Feuerwehr zufolge bisher mehr als 145 Quadratkilometer Fläche nieder und zwang zahlreiche Anwohner zur Flucht. Rund 68.000 Menschen seien von Evakuierungsmaßnahmen betroffen, berichtete die Zeitung "San Francisco Chronicle".

Die sich schnell ausbreitenden Feuer haben laut Cal Fire bisher mehr als 200 Gebäude zerstört. Tausende weitere seien bedroht. Auf Fotos waren teils in Flammen stehende Häuser zu sehen, darunter ein Hotel im Ort St. Helena.

Die Brände rückten zudem in die Nähe der Stadt Santa Rosa vor, in der vor drei Jahren bereits einige hundert Häuser dem Feuer zum Opfer gefallen waren. Zunächst blieb unklar, wie viele Gebäude dort diesmal betroffen sind.

Seit Mitte August wüten an der US-Westküste Dutzende Feuer. Allein in Kalifornien kämpfen etwa 19.000 Einsatzkräfte gegen diese gewaltigen Brände. Mindestens 26 Menschen kamen Behördenangaben zufolge ums Leben, mehr als 7.776 Gebäude wurden bisher zerstört. Die flächenmäßig schwersten Brände in der jüngeren Geschichte Kaliforniens haben eine Fläche von mehr als 15.190 Quadratkilometern Land erfasst.

Quelle: Agenturen