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Mehr Wasserreserven nach Überschwemmungen in Marokko

16. Feb. 2026 · Lesedauer 2 min

Die schweren Regenfälle in Marokko mit tödlichen Überschwemmungen haben in dem von Dürre geplagten Land zugleich positive Auswirkungen. Bei den Wasserreserven in den Stauseen stehen die Pegel inzwischen wieder bei 70 Prozent, wie das marokkanische Wasserministerium am Montag mitteilte. Es stünden nun Reserven mit einem Umfang von 11,8 Milliarden Kubikmetern zur Verfügung, was einem Anstieg um mehr als 150 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspreche.

Die schweren Regenfälle über Wochen hatten in dem nordafrikanischen Land viel Schaden angerichtet und Zehntausende Menschen vertrieben. Mehr als 110.000 Hektar Land seien wegen der "außergewöhnlich schweren Wetterereignisse" überschwemmt worden, teilte die Regierung in Rabat mit. Am Sonntag begann die schrittweise Rückkehr von rund 188.000 Menschen, die vor den Wassermassen vor allem im Nordwesten in Sicherheit gebracht wurden.

Wegen der Unwetter hatte Marokkos Wasserminister Nizar Baraka im Jänner bereits das Ende einer sieben Jahre langen Dürre verkündet. Diese hatte unter anderem Getreidebauern und Viehhirten stark getroffen und Plänen für Entsalzungsanlagen einen neuen Schub verpasst. Das nordafrikanische Land will bis 2030 erreichen, dass bis zu 60 Prozent seines Trinkwassers aus aufbereitetem Meerwasser gewonnen werden. Im Mittelmeerraum zählen Marokko, Spanien und die Türkei zu den Ländern, die am stärksten von Dürre betroffen sind.

Vier Menschen kamen bei den jüngsten Überschwemmungen in Marokko ums Leben. Erst vergangenen Dezember waren bei ähnlich starken Regenfällen und Überschwemmungen 37 Menschen gestorben.

Zusammenfassung
  • Die Wasserreserven in Marokkos Stauseen sind nach den schweren Regenfällen auf 70 Prozent gestiegen, was 11,8 Milliarden Kubikmeter entspricht und einem Zuwachs von mehr als 150 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
  • Mehr als 110.000 Hektar wurden überschwemmt, rund 188.000 Menschen mussten vorübergehend evakuiert werden und kehren nun schrittweise zurück.
  • Bei den Überschwemmungen kamen vier Menschen ums Leben, während im Dezember 2023 bei ähnlichen Ereignissen 37 Todesopfer zu beklagen waren.