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Mehr als 30 Tote durch gepanschten Schnaps in Mexiko

13. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

In Mexiko sind mindestens 31 Menschen nach dem Konsum von gepanschtem Schnaps im Zuge der Festlichkeiten zum Muttertag gestorben. 17 der Toten stammen aus der Gemeinde Chiconcuautla im Bundesstaat Puebla. Mindestens weitere 14 Tote habe es ebenfalls wegen gepanschten Alkohols in den Orten Telixtac und Jonacatepec im Bundesstaat Morelos gegeben, teilte der Zivilschutz mit.

Die Behörden von Morelos schlossen einem Bericht der Zeitung "La Jornada" zufolge zudem nicht aus, dass es weitere Opfer geben könnte. Der Alkohol sei heimlich verkauft worden, da in den Gemeinden wegen der Corona-Krise derzeit Alkoholverbot herrsche. Die Symptome der Opfer seien unter anderem Bauchschmerzen, Atemnot und Erblindung gewesen, zitierte die Zeitung den Zivilschutz. Sie hätten den Schnaps mutmaßlich während Feierlichkeiten am Sonntag, dem Muttertag, und Montag zu sich genommen.

Die Gemeinde Chiconcuautla erklärte angesichts der Todesfälle einen Gesundheitsnotstand. Sie rief die Bevölkerung dazu auf, vorerst keine alkoholischen Getränke mehr zu konsumieren oder zu verkaufen. Wer am vergangenen Wochenende Refino - eine in kleinen Mengen destillierte Art Agavenschnaps - getrunken habe und Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle habe oder sich übergeben müsse, solle sich sofort in die nächstgelegene Klinik begeben, hieß es. Die genaue Ursache der Todesfälle werde noch untersucht.

Chiconcuautla ist eine indigen geprägte, arme Gemeinde von rund 17.000 Einwohnern. Sie liegt in einer gebirgigen Region rund 200 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt.

Quelle: Agenturen