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Mehr als 24.000 Covid-Medikamente in Österreich verabreicht

15. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Bis 5. Juli sind in Österreich 24.090 Behandlungen mit fünf speziell gegen Covid-19 zugelassenen Medikamenten durchgeführt worden.

Die meisten Verabreichungen gab es in Krankenhäusern, wo 21.834 Therapien verbraucht wurden. Die Paxlovid-Tabletten dürfen auch durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte verschrieben und in Apotheken ausgefolgt werden. Dadurch gab es bis Ende Juni 2.256 Verabreichungen, geht aus dem am Freitag veröffentlichten Report der GECKO-Kommission hervor.

Rangliste 

Am häufigsten wurde der monoklonale Antikörper Xevudy (Sotrovimab) verwendet, nämlich 7.933 Mal als Infusionslösung. Danach folgt Paxlovid in Form von zwei verschiedenen Tabletten mit 7.570 Verabreichungen, davon 5.314 Einheiten trotz Verfügbarkeit im niedergelassenen Bereich mehrheitlich in Krankenanstalten. Ebenfalls mehr als 7.000 Mal wurde Lagevrio (Molnupiravir) als Kapseln zum Einnehmen abgegeben (7.434 Mal). Geringere Verabreichungszahlen gab es bei Evusheld (1.044) und Regkirona (Regdanvimab, 109 Mal).

Der Lagerstand ist jeweils noch deutlich höher als der bisherige Verbrauch. Am 5. Juli waren rund 283.000 Behandlungen mit den insgesamt fünf Medikamenten in Österreich verfügbar, darunter fast 100.000 Einheiten Paxlovid und rund 95.500 Mal Xevudy.

GECKO berät

Die im Bundeskanzleramt angesiedelte gesamtstaatliche Covid-Krisenkoordination (GECKO) tritt im Zwei-Wochen-Rhythmus zusammen und beobachtet und bewertet die Corona-Situation laufend. In Europa sei die Zahl der Neuinfektionen im Wochenvergleich zuletzt gestiegen, auch bei den Über-65-Jährigen, was sich "langsam auch in der Zahl der schweren Verläufe und Hospitalisierungen" zeige, heißt es in dem Report. Die Todesrate ging europaweit noch zurück, dürfte sich aber demnächst ebenfalls wieder erhöhen.

Neue Mutationen 

Aus der wachsenden Datenlage zur Immunflucht von Omikron-Subvarianten lasse sich schließen, dass sich diese Mutationslinie von SARS-CoV-2 stetig weiterentwickelt. Die neuen Subvarianten seien nicht nur übertragbarer, sondern könnten auch Antikörpern besser ausweichen, wird weiters betont. In der kritischen Infrastruktur sei die Situation in Österreich "derzeit entspannt". Die prognostizierten steigenden Fallzahlen und die damit verbundenen Personalausfälle sowie das zeitliche Zusammenfallen mit der Urlaubszeit "könnten jedoch insbesondere für Krankenanstalten und Pflegeeinrichtungen demnächst eine besondere Herausforderung darstellen", warnt die GECKO-Kommission.

Quelle: Agenturen