APA - Austria Presse Agentur

Mehr als 1.000 Neuinfektionen und mehr Spitalspatienten

23. Aug 2021 · Lesedauer 3 min

1.077 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 sind in den vergangenen 24 Stunden in Österreich verzeichnet worden. Das ist der höchste Montagswert seit Anfang Mai. Über das Wochenende wird weniger getestet. Zuletzt war der 3. Mai mit 1.091 neuen Fällen vierstellig gewesen. Auch die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die im Spital behandelt werden müssen, steigt wieder. Am Montag lagen bereits 373 Infizierte im Krankenhaus, 77 davon auf der Intensivstation, so die Zahlen der Ministerien.

Innerhalb von zwei Wochen hat sich somit die Zahl der Erkrankten in den heimischen Spitälern mehr als verdoppelt. Am 9. August waren es insgesamt noch 162 Krankenhauspatienten gewesen, 38 von ihnen benötigten eine intensivmedizinische Versorgung. Bei den Gesamthospitalisierten hat es somit binnen 14 Tagen einen Anstieg von 130 Prozent gegeben. Allein seit Sonntag mussten 39 Patienten mehr aufgenommen werden, auf den Intensivstationen waren es plus acht Schwerkranke.

Die nunmehr 1.077 Neuinfektionen liegen unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage, hier gab es täglich 1.157 neue Fälle. Vergegenwärtigt man sich aber die Zahlen der vergangenen Montage, macht das deutlich, wie steil die Kurve nach oben geht. Am 16. August waren es 774 neue Fälle, am 9. August 450 und vor vier Wochen waren es noch 312 weitere Infizierte innerhalb von 24 Stunden gewesen.

Die österreichweite Sieben-Tages-Inzidenz stieg auf 90,6 Fälle auf 100.000 Einwohner. Am Montag gab es in Österreich 12.485 bestätigte aktive Fälle, um 285 mehr als am Sonntag. Die meisten aktuell infizierten Menschen gibt es mit 4.035 in Wien. Laut Angaben der Stadt sind von ihnen rund 80 Prozent nicht gegen das Coronavirus geimpft. Rund acht Prozent haben einen Stich erhalten, 13 Prozent sind voll immunisiert.

Mehr als die Hälfte der aktiv Infizierten Menschen in der Bundeshauptstadt ist unter 30 Jahre alt. Die meisten entfallen mit 30 Prozent auf die Altersgruppe der 20 bis 29-Jährigen, gefolgt von 18 Prozent in der Altersgruppe der 30 bis 39-Jährigen und 16 Prozent bei den zehn- bis 19-Jährigen. Nur sechs Prozent der aktiv Infizierten sind mehr als 60 Jahre alt. In Wien benötigten derzeit mit 111 Covid-19-Patienten die meisten eine Spitalsbehandlung, 20 davon liegen auf der Intensivstation. Auf welche Altersgruppen die Hospitalisierten entfallen, gab die Stadt Wien auf mehrfache Anfrage der APA nicht bekannt.

Ein Todesfall ist seit Sonntag gemeldet worden. In den vergangenen sieben Tagen starben sechs Menschen an den Folgen einer Covid-19-Infektion. Insgesamt hat die Pandemie seit Ausbruch 10.763 Tote in Österreich gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind 120,5 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 304.590 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet. 67.877 waren aussagekräftige PCR-Tests, 1,6 Prozent davon fielen positiv aus.

Die Impfungen gehen in Österreich immer schleppender voran. Am Sonntag wurden nur 7.317 Impfungen durchgeführt. Vor genau vier Wochen waren es noch 28.253 Stiche gewesen. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses nunmehr 5.441.273 Menschen bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 60,9 Prozent der Bevölkerung. Exakt 5.122.676 und somit 57,3 Prozent der Österreicher sind bereits voll immunisiert.

Am höchsten ist die Erst-Durchimpfungsrate im Burgenland mit 68 Prozent. In Niederösterreich sind 63,7 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal geimpft, in der Steiermark 61 Prozent. Nach Tirol (60,1), Wien (59,3), Vorarlberg (59,1), Kärnten (57,5) und Salzburg (57,2) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit einer Erst-Durchimpfungsrate von 56,4 Prozent.

Quelle: Agenturen