Mann wegen versuchten Mordes in Kärnten vor Gericht
Am Abend des 3. August war es in einer Wohnung in Klagenfurt zu der Bluttat gekommen. Gemeinsam mit einem Freund, einem 24-jährigen Syrer, habe der Angeklagte mehrere Bier und eine Flasche Whiskey getrunken. Schließlich, so die Anklage, sei eine Freundin der beiden in die Wohnung gekommen, wollte aber nach kurzer Zeit wieder gehen, weil der 32-Jährige bereits "betrunken und unruhig" gewesen sei.
Als sie wieder weg war, habe der 32-jährige - auch wegen Körperverletzung mit einem Messer vorbestrafte - Mann ein Messer ergriffen und auf den 24-Jährigen eingestochen. Ein Stich traf die Leber des Opfers, was einen starken Blutverlust zur Folge hatte. Der 24-Jährige schaffte es noch, sich auf die Straße zu schleppen und um Hilfe zu rufen, bevor er zusammenbrach.
Der Verteidiger des Mannes appellierte an die Geschworenen, sich alle Versionen des Tatherganges genau anzuhören: "Es gibt mehrere Seiten - es ist Ihre Aufgabe, das Objektivierbare herauszupicken und zu analysieren, was mein Mandant in seinem Inneren vorgehabt hat." Der Angeklagte erklärte, es habe eine Rangelei mit dem 24-Jährigen gegeben, er könne sich aber an die Tat selbst nicht mehr erinnern. An alles, was vor und nach dem Stich passiert war, habe er aber noch sehr genaue Erinnerungen.
Die Verhandlung wurde am Dienstagvormittag mit der Einvernahme des 32-Jährigen gestartet. Im weiteren Verlauf des Tages standen neben den Zeugeneinvernahmen auch die Gutachtenserörterungen der gerichtsmedizinischen und des psychiatrischen Sachverständigen am Programm.
Zusammenfassung
- Ein 32-jähriger Kenianer musste sich am Dienstag in Klagenfurt wegen versuchten Mordes verantworten, nachdem er am 3. August einen 24-jährigen Syrer mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben soll.
- Die Tat ereignete sich nach gemeinsamem Konsum von mehreren Bieren und einer Flasche Whiskey, wobei der Angeklagte bereits wegen Körperverletzung mit einem Messer vorbestraft ist.
