Lunacek: Am 29. Mai öffnen die ersten Bühnen

Mai 13, 2020 · Lesedauer 2 min

Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek kündigt im Interview mit PULS 24 weitere Öffnungsschritte für den Kunst- und Kulturbereich an. Sie ist zuversichtlich, dass es im Sommer auch größere Veranstaltungen geben wird.

Am 29.Mai wird der nächste Öffnungsschritt für den Kunst- und Kulturbereich stattfinden, sagt Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek im Interview mit PULS 24-Chefredakteur Stefan Kaltenbrunner. Dann werden auch einige kleinere Bühnen öffnen können.

Betroffen seien außerdem Veranstaltungen im In- und Outdoorbereich, sagt Lunacek. Diese sollen unter bestimmten gesundheitlichen Auflagen und einer begrenzten Personenzahl möglich werden. Details dazu müssten erst ausgearbeitet werden.

Die grüne Kulturstaatssekretärin will Ende Mai Öffnungspläne für den Sommer vorstellen. "Ich bin sehr zuversichtlich, wenn die Gesundheitszahlen so bleiben, dass es dann auch größere Veranstaltungen geben wird", sagt Lunacek. Großveranstaltungen erteilt sie allerdings eine Absage. Ob die Salzburger Festspiele stattfinden werden, sei momentan noch unklar.

Der Kulturstaatssekretärin gehe es jetzt darum, die Freiheit der Kunst, die Wirtschaftlichkeit und die Gesundheit in ein Gleichgewicht zu bringen. "Momentan ist die Gesundheit ganz oben und das andere ist sehr weit unten", sagt Lunacek, die zuletzt von der Kulturszene für die unklaren Vorgaben kritisiert wurde. Die Öffnungspläne für Mai und Juni seien mit Branchenvertretern abgestimmt.

Die Grüne Kultursprecherin Eva Blimlinger nimmt in einem am kommenden Mittwoch (20. Mai) erscheinenden Interview mit der Zeitschrift "Woman" Stellung zur Kritik an Lunacek. Zu Gerüchten über einen möglichen Rücktritt von Ulrike Lunacek, der Blimlinger zur Staatssekretärin machen könnte, sagt sie: "Jetzt ist Ulrike dran. Die bemüht sich sehr." Dennoch gibt sie zu, sich geärgert zu haben, als Lunacek ihr vorgezogen wurde. "Ich habe mich geärgert, das verhehle ich nicht. Ich hätte den Job gern gemacht. Und das habe ich laut gesagt."

Die NEOS forderten unterdessen den Rücktritt von Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek. "Vielleicht sollte im Kulturstaatssekretariat statt Lunacek jemand sitzen, der das nötige Interesse und die nötige Empathie hat, Lösungen zu finden", sagt Kultursprecher Sepp Schellhorn.

Soraya PechtlQuelle: Redaktion / spe