Linzer Lokal trotz Polizeieinsatz (noch) geöffnet

12. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) gibt aber an, dass das Betretungsverbot noch heute zugestellt werden würde.

Das unerlaubte Aufsperren eines Lokals in der Linzer Altstadt führt am Nachmittag zu einem Großeinsatz der Polizei. Nachdem die Einsatzkräfte die Daten aller Beteiligten aufgenommen haben, bleibt das Lokal geöffnet.

Bereits im Vorfeld kündigt die Wirtin die Öffnung an und streamt das Ereignis ins Internet. Dementsprechend schnell waren auch die Einsatzkräfte vor Ort, um die Personalien aller Beteiligten aufzunehmen. Schließen können sie das Café allerdings nicht. Das bestätigt auch Polizeisprecher David Furtner gegenüber PULS 24: "Wir können nur feststellen und Anzeige erstatten. Danach liegt der Ball beim Magistrat."

Luger: Bescheid wird heute noch zugestellt

Lange dürfte das Lokal allerdings nicht mehr geöffnet sein. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) gibt an, dass das Betretungsverbot noch heute zugestellt werden würde. Man werde auch die Polizei als Unterstützung anfordern, denn: "Ich lasse meinen Mitarbeiter da sicher nicht allein ins Lokal", so Luger.

Die durch den Zwischenfall entstanden Bilder sieht der SPÖ Politiker als schädlich an, denn 99,9% aller Linzer Wirte würden sich an die Verordnungen halten. Für die Zukunft wünscht sich Luger die Möglichkeit, auf solche Situation schneller reagieren zu können: "Mir wäre es lieber, dass die erlaubten Maßnahmen schneller umzusetzen wären."

Ob sich die Protestaktion der Linzer Wirtin wirklich ausgezahlt hat, bleibt fragwürdig. Den Besuchern drohen jetzt Strafen von bis zu 1.450 Euro, bei der Wirtin beträgt der Strafnahmen bis zu 30.000 Euro.

Aktion angekündigt

Die Frau hatte die Aktion bei einer Corona-Demo im Vorfeld und auch gegenüber Medien angekündigt. Dementsprechend sammelten sich am späten Nachmittag zunächst Schaulustige und Journalisten vor dem kleinen Cafe in der Altstadt. "Als Mama werde ich gezwungen die Verordnungen zu umgehen... ich kann mein Kind nicht mehr versorgen", stand auf einem Schild vor dem Lokal. Sie bitte "jeden radikal Denkenden rechts/links", ihr Cafe nicht zu betreten, schrieb die Wirtin weiter. Im Inneren des Lokals versammelten sich am späten Nachmittag einige weitgehend maskenlose Gäste. Auf einem Zettel an der Tür wurde zwar um Einhaltung der Abstandsregeln gebeten - allerdings ohne Erfolg.

Quelle: Redaktion / dre