APA - Austria Presse Agentur

Linz stellt Ermittlungen nach Lokal-Cluster ein

20. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

14 Infizierte, bei offiziell nur zwölf Gästen: Die Stadt Linz hat rund um einen Corona-Cluster Ermittlungen erst aufgenommen, dann eingestellt. Es handelte sich um einen technischen Fehler.

Vor rund einer Woche hatte die Stadt eine Warnung ausgegeben: Wer in der Nacht von Freitag, 9. Juli auf Samstag 10. Juli in dem Lokal war, soll darauf achten, ob er Corona-Symptome hat. Denn: Mindestens eine Corona-infizierte Person habe sich zu diesem Zeitpunkt dort aufgehalten. In den darauffolgenden Tagen ermittelte die Gesundheitsbehörde der Stadt insgesamt fünf Gäste, die Corona-Symptome zeigten. "Vier davon haben ihren Wohnsitz in Linz, eine Person stammt aus dem Bez. Wels-Land", hieß es und: "Kein(e) Betroffene(r) ist derzeit ins Spitalsbehandlung."

Doch inzwischen ist der Cluster deutlich größer geworden: Aktuell umfasst er 14 infizierte Personen. Noch immer ist vorerst keine Person bisher schwer erkrankt, Symptome seien Kopfweh und Schnupfen. Weiters gelten 48 weitere Personen als Kontaktpersonen.

Auffällig war anfangs, dass sich an dem besagten Abend insgesamt nur zwölf Gäste registriert haben sollen und somit offenbar in mehreren Fällen die Registrierungspflicht verletzt wurde. Der Magistrat nahm Ermittlungen auf, eine saftige Strafe drohte.

178 Registrierungen statt 12

Dienstagmittag kam die Entwarnung in einem Statement der Stadt: Die Betreiber der Lokalität hätten mittlerweile eine Liste mit 178 Gästeregistrierungen des betreffenden Tages an die Gesundheitsbehörde übermittelt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kontaktpersonenmanagements hätten alle darin angegebenen Personen kontaktieren können. Die Abweichungen bei den übermittelten Listen hätten auf technischen Schwierigkeiten basiert, teilte die Stadt mit. Aufgrund dieser ergänzenden Fakten seien die Ermittlungen im Hinblick auf allfällige verwaltungsstrafrechtliche Tatbestände eingestellt worden. Allerdings werde die Stadt auch in den nächsten Wochen einen Schwerpunkt auf die Kontrolle der Einhaltung der aktuellen Regelungen legen, kündigte sie an.

Für eine stärkere Überprüfung der 3-G-Regel in der Gastronomie haben sich am Montag auch Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger ausgesprochen, die am Mittwoch starten soll.  Verstöße sollen auch schneller geahndet werden.

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam