APA/BARBARA BUCHEGGER

Leiche im Marchfeldkanal: Opfer mit Hammer getötet

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Die LPD Wien präsentierte am Freitag die Ermittlungsergebnisse nach dem Leichenfund im Marchfeldkanal. Der Tatverdächtige wurde bereits am Mittwoch festgenommen. Er habe das Opfer mit einem Latthammer getötet. Das Motiv: finanzielle Gründe.

Ein Angler fischte am 13. Jänner Leichenteile aus dem Marchfeldkanal. Nach wochenlangen Ermittlungen wurde am Mittwoch ein Tatverdächtiger festgenommen. Ein 38-jähriger Iraner, der in Wien wohnhaft ist, steht unter Mordverdacht.

Schon am Donnerstag wurde der Tatverdächtige erstmals befragt, er zeigte sich vollinhaltlich geständig, wie Gerhard Winkler, Leiter des Ermittlungsbereiches des Landeskriminalamtes Wien, bei einer Pressekonferenz am Freitag darlegte. 

Tatmotiv: finanzielle Gründe

Ins Visier der Ermittler gerieten zunächst mehrere Verdächtige, so Winkler. Gegen den 38-Jährigen hätte es dann aber einige Verdachtsmomente gegeben. Auffallend seien Geldflüsse zwischen dem Opfer und dem Verdächtigen gewesen, dies hätte zunächst ein finanzielles Motiv nahegelegt, welches sich im Zuge der Befragungen auch bestätigte.

Die beiden Männer seien außerdem befreundet gewesen. Der Verdächtige hätte nach dem Verschwinden des 45-jährigen Opfers gegenüber der Familie "fadenscheinige Aussagen" getätigt, so die Polizei. Der Getötete habe zudem seine Arbeit bei den Wiener Linien aufgegeben, um mit dem Verdächtigen eine Transportfirma aufzubauen. 

Verdächtiger umfassend geständig 

Erhärtet hat sich der Verdacht, als der 38-Jährige mutmaßlich in die Tschechische Republik flüchten wollte, wonach die Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in Mistelbach aufhielt und die Festnahme durchführte.

Er habe sich schuldig bekannt und erzählt, dass ihm das Opfer 9.000 Euro unterschlagen habe. Er habe den 45-Jährigen damit in dessen Wohnung konfrontiert und hatte auch einen Latthammer dabei. Mit diesem soll er das Opfer getötet haben. 

Zu der Zerstückelung bzw. Verteilung des Leichnams könnten noch keine Aussagen getroffen werden, so die Polizei. "Das ist Gegenstand der Ermittlungen", hieß es im Zuge der Pressekonferenz weiter. 

Die Polizei konnte den Latthammer mittlerweile auch sicherstellen. Nun werden die Blutspuren auf der Tatwaffe ausgewertet. 

Das 45-jährige Opfer ist seit dem 15. November abgängig gewesen. Am 13. Jänner fand ein Angler dann die Leichenteile. 

Mehr dazu: 

ribbon Zusammenfassung
  • Die LPD Wien präsentierte die Ermittlungsergebnisse nach dem Leichenfunk im Marchfeldkanal.
  • Der Tatverdächtige wurde bereits am Mittwoch festgenommen.
  • Er habe das Opfer mit einem Latthammer getötet.
  • Das Motiv: finanzielle Gründe.

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