APA/ROBERT JAEGER

Land Salzburg schult Gemeinde für Blackout

09. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Was tun, wenn die Stromversorgung zusammenbricht? Ein landesweites Blackout gehört zu den aktuell häufig besprochenen Krisenszenarien. Das Land Salzburg bietet nun Gemeinden aktiv Schulungen für den Ernstfall an.

Die Energieversorgung ist im Zuge des Ukraine-Kriegs in die Aufmerksamkeit gerückt. Auf das Szenario eines bundesweiten Zusammenbruchs der Stromversorgung - eines sogenannten Blackouts - sind viele Gemeinden nicht vorbereitet. Deshalb bietet das Land Salzburg für die eigenen Gemeinden Vor-Ort-Schulungen an. Das Interesse ist groß, wie Markus Kurcz vom Katastrophenschutz des Landes dem "ORF Salzburg" erzählt.

Gemeinden müssten mit ihrer eigenen Feuerwehr, mit Polizei und Rettungskräften so lange selbstständig durchhalten, bis der Strom wieder fließt, das sei die Herausforderung. Auf Vordermann gebracht werden bei den Trainings unter anderem "Schlüsselpersonal-Listen, das Festlegen davon, wo man Einsatzleitungen unterbringt, Hubschrauberlandeplätze", sagt Kurcz.

"Dinge, an die man vorher nicht einmal gedacht hat"

Auch das Strukturieren von Verkehrsströmen, "wo hat man Räume, um Angehörige zu betreuen oder auch Impfstationen und Ähnliches einzurichten" stehen auf dem Plan. "Es geht bis dort hin, dass wir uns mit den Gemeinden genauer anschauen, welche Gefahrenzonenpläne es in den Orten gibt, welche Sonderalarmpläne". Aktuell gebe es keinen Anlass zur Sorge oder gar konkrete Gefahren, beruhigt Kucz. Die Trainings seien dazu gedacht, dass die handelnden Personen sich mit dem Thema vertraut machen, "es werden Dinge besprochen, an die man vorher nicht einmal gedacht hat", so der Katastrophenschützer.

Haushalte sollen Nahrungsmittel vorbereiten

Gerade für Lebensmittel im Notfall müssten allerdings auch die Haushalte selbst vorsorgen. "Je besser der Bevorratungsstand in den einzelnen Familien ist, umso leichter ist die Gemeinde freigespielt", meint er. Diese Empfehlung wird auch von anderen Behörden regelmäßig wiederholt.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos