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Krypto-Betrugsprozess in Klagenfurt gestartet

06. Feb. 2026 · Lesedauer 2 min

Am Landesgericht Klagenfurt hat am Freitag ein Kryptowährungs-Betrugsprozess begonnen. Ein 29 Jahre alter Kärntner muss sich vor dem Schöffensenat wegen gewerbsmäßigem schweren Betrugs und Veruntreuung verantworten. Einem 63 Jahre alten ehemaligen Geschäftspartner wird versuchter schwerer Betrug vorgeworfen. Sie sollen Investoren um ihre Einlagen gebracht haben. Beide bekannten sich nicht schuldig. Vorerst waren 14 Verhandlungstage geplant.

Unter den Geschädigten findet sich auch ein Unternehmen aus dem Dunstkreis der Causa EXW, die damalige Firma "coin.zone GmbH". Jedenfalls wird dem 29-Jährigen vorgeworfen, als Krypto-Experte aufgetreten zu sein. Ihm wurden Bitcoin zur Verwahrung oder zum Trading seitens der Kunden überlassen. Im Sinn hatte der Angeklagte aber von Anfang an persönliche Bereicherung, sagte Staatsanwältin Sarah Offner.

Es gibt laut Anklage rund 20 Opfer, der Gesamtschaden beläuft sich beim 29-Jährigen auf gut eine halbe Million Euro. Der Großteil der Taten wurde in den Jahren 2019 und 2020 im Raum Wien/Niederösterreich gesetzt. Weil das erste angeklagte Faktum in Kärnten passierte, muss das Verfahren in Klagenfurt geführt werden.

Der zweite Angeklagte war ein Geschäftspartner, der dem 29-Jährigen die Bitcoin seiner Kunden zur Verwahrung oder zum Trading überließ. Bevor seine Firma in Konkurs ging, versuchte er, einen Anleger zu täuschen, allerdings dürfte er zu spät gekommen sein, die Anlage war schon weg. Der Schaden hier: 69.000 Euro.

Zusammenfassung
  • Am Landesgericht Klagenfurt hat ein Prozess gegen einen 29-jährigen Kärntner begonnen, dem gewerbsmäßiger schwerer Betrug und Veruntreuung von Bitcoin in Höhe von über 500.000 Euro vorgeworfen wird.
  • Rund 20 Investoren sollen laut Anklage geschädigt worden sein, darunter auch die Firma coin.zone GmbH aus dem Umfeld der Causa EXW.
  • Ein 63-jähriger ehemaliger Geschäftspartner steht ebenfalls vor Gericht, weil er versucht haben soll, einen Anleger um 69.000 Euro zu täuschen; beide Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.