APA/RAUL ARBOLEDA

Kolumbien braucht gegen Waldbrände internationale Hilfe

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Angesichts der verheerenden Waldbrände im ganzen Land hat Kolumbiens Regierung um internationale Unterstützung gebeten. Er habe bereits Hilfsangebote aus den USA, Chile, Peru und Kanada bekommen, teilte Präsident Gustavo Petro mit. Derzeit zählen die Behörden über 30 Großbrände in fünf Regionen, darunter allein vier in der Umgebung der Hauptstadt Bogotá. Am östlichen Stadtrand näherten sich die Flammen bereits den ersten Häusern.

Kolumbien ächzt derzeit unter Rekordtemperaturen um die 40 Grad Celsius, hinzu kommt eine anhaltende Dürre. In den vergangenen Wochen wurden hunderte Brände bereits gelöscht, doch immer wieder brechen neue aus. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde vernichteten die Flammen inzwischen mehr als 6.600 Hektar Vegetation.

Die Behörden von Bogotá rieten allen Bewohnern, angesichts der zunehmend schlechten Luftqualität die Fenster zu schließen und nach Möglichkeit nicht nach draußen zu gehen. Bürgermeister Carlos Fernando Galán erwog eine Evakuierungsanordnung für den von den Flammen bedrohten Stadtteil El Cable. Er sagte angesichts der anhaltenden Dürre schwierige Wochen voraus.

Die Hitze in dem südamerikanischen Land hängt den Behörden zufolge mit dem Wetterphänomen El Niño zusammen, das durch eine Erwärmung des Oberflächenwassers im Pazifischen Ozean gekennzeichnet ist und weltweit Auswirkungen hat. "Der Klimawandel ist eine Realität in unserem Land", schrieb Ghisliane Echeverry vom Meteorologie-Institut im Online-Dienst X. Sie sagte, aufgrund der bisher vorliegenden Daten rechne sie mit dem heißesten Jänner seit Beginn der Aufzeichnungen.

ribbon Zusammenfassung
  • Kolumbien, das derzeit unter verheerenden Waldbränden und Rekordtemperaturen von 40 Grad Celsius leidet, hat um internationale Hilfe gebeten. Unterstützung wurde bereits von den USA, Chile, Peru und Kanada zugesagt.
  • Das Wetterphänomen El Niño und der Klimawandel werden als Ursachen für die extremen Bedingungen genannt. Ghisliane Echeverry vom Meteorologie-Institut rechnet mit dem heißesten Januar seit Beginn der Aufzeichnungen.

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