Pistotnik: Vor Unwetter ist "keine Region in Österreich gefeit"

01. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Vor Unwettern ist generell in Österreich keine Region gefeit, meint der ZAMG-Klimaforscher Georg Pistotnik im Newsroom LIVE. Aber auch Hitzetage und Tropennächte können in Zukunft durch den Klimawandel öfter auftreten.

Hitzewelle und Tropennächte – all das wird laut Georg Pistotnik "immer normaler". "Wir müssen uns umgewöhnen", meint der Klimaforscher der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) im Newsroom LIVE. Denn die Dauer von Hitzetagen und Tropennächten wird in Österreich zunehmend länger werden. Auch vor Gewitter ist "keine Region in Österreich gefeit".

Extremwetter macht Österreich zu schaffen

Schleichendes Problem

Der Klimawandel komme schleichend und "wird ein riesiges Problem werden", erklärt der Klimaforscher. Es verschieben sich die Klimazonen, wodurch das mediterrane Klima zunehmend auch nach Österreich kommen wird. Dazu komme, dass es wenig bis gar keinen Niederschlag geben wird, meint der Klimaforscher der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) im Newsroom LIVE.  Diese Trockenheit könnte schwerwiegende Folgen für die Landwirtschaft haben, die mit Einbußen rechnen muss, so Pistotnik. Das wiederum könnte in weiter Folge die Preise steigen lassen und die Ernährungssicherheit gefährden.

Zu wenig gegen Klimawandel

"Alles was gemacht wird, ist immer noch zu wenig, aus wissenschaftlicher Sicht", sagt Pistotnik im Interview. Jeder einzelne müsse laut ihm das eigene Verhalten hinterfragen und anpassen. Zu sagen, dass Österreich als kleines Land nicht viel ausrichten könne, sei für ihn das "Vorschieben von Ausreden".

Auch die Reaktivierung des Kohlekraftwerks Mellach sei laut Pistotnik "Teil des Problems" und "kein sehr schönes Signal". Hinsichtlich des Klimawandels hätte er sich daher einen anderen Lösungsweg gewünscht.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea