APA/APA/dpa/Anne Baum

Klimaaktivist klebt sich bei Berliner Prozess an Tisch fest

0

Im Prozess gegen den Klimaaktivisten Henning Jeschke ist es zum Eklat gekommen. Das Gründungsmitglied der Gruppe "Letzte Generation" sprang am Donnerstag mitten in der Verhandlung vor dem Berliner Amtsgericht Tiergarten auf und klebte sich am Tisch fest. "Ich habe mich festgeklebt. Ich muss es tun, weil wir über Klimanotstand reden müssen", rief der 23-Jährige lautstark im Saal D107. "Es tut mir leid. Ich muss es tun", so Jeschke.

Im Prozess geht es um mehrere Aktionen der Gruppe "Letzte Generation" in der Zeit von März bis Juni 2022, an denen er sich beteiligt haben soll. Die Staatsanwaltschaft Berlin wirft Jeschke Nötigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr vor. Es wurden Strafbefehle erlassen, wonach der Klimaaktivist eine Geldstrafe zahlen sollte. Weil er dagegen Einspruch erhob, kam es zum Prozess. Am Donnerstag handelte es sich um einen Fortsetzungstermin.

Während der Aktion filmte sich Jeschke. Der Richter verließ den Saal und alarmierte Justizbedienstete. Diese trugen den Tisch, an dem Jeschke klebte, in einen Vorraum des Gerichts. Der Richter hatte den Aktivisten zuvor vom Prozess ausgeschlossen.

ribbon Zusammenfassung
  • Im Prozess gegen den Klimaaktivisten Henning Jeschke ist es zum Eklat gekommen.
  • Das Gründungsmitglied der Gruppe "Letzte Generation" sprang am Donnerstag mitten in der Verhandlung vor dem Berliner Amtsgericht Tiergarten auf und klebte sich am Tisch fest.
  • Es wurden Strafbefehle erlassen, wonach der Klimaaktivist eine Geldstrafe zahlen sollte.
  • Während der Aktion filmte sich Jeschke.
  • Der Richter verließ den Saal und alarmierte Justizbedienstete.

Mehr aus Chronik