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Jeder dritte Studierende hat finanzielle Probleme

17. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

ÖH-Befragung: Studierende haben deutliche Probleme bei der Vereinbarkeit von Studium und Job. Außerdem hat jeder Dritte finanzielle Probleme.

Die Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) hat eine Umfrage durchgeführt an der 28.101 Studierende teilgenommen haben. Laut der Befragung ist es für etwa ein Drittel aller Studierenden eine starke oder sehr starke Belastung, finanziell über die Runden zu kommen.

"Das sind die Folgen einer Politik, die seit Jahren auf die Studierenden vergisst", kritisierte die ÖH-Vorsitzende Sara Velić. Sie forderte erneut Änderungen bei der Reform der Studienförderung, die am morgigen Mittwoch im Nationalrat beschlossen werden soll. Die geplante Bezugsdauer sei zu kurz für die reale Studiendauer, der Bezieherkreis zu klein und die Höhe weiterhin zu gering, kritisierte Velić.

Erhöhte Planbarkeit durch Online-Lehre

Deutliche Mängel gibt es laut Befragung auch bei der Vereinbarkeit von Studium und Arbeit bzw. Betreuungspflichten, das stellt für jeweils die Hälfte der Studierenden eine starke oder sehr starke Belastung dar. Die coronabedingte Umstellung der Lehre auf digitale oder hybride Formate habe hier laut Umfrage durch erhöhte Planbarkeit Verbesserungen gebracht.

Kostenlose Öffis gefordert

Handlungsbedarf zeigt sich für die ÖH außerdem bei der Verkehrspolitik: Während in Wien 91 Prozent der Studierenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, sind in Kärnten, Niederösterreich und dem Burgenland laut Umfrage über 60 Prozent auf das Auto angewiesen, und das vor allem wegen schlechter öffentlicher Verkehrsanbindung.

85 Prozent der Befragten wünschen sich laut Befragung günstigere oder kostenlose öffentliche Verkehrsmittel. Es brauche einen drastischen Ausbau und kostenlose Öffis für alle Studierenden ohne Altersgrenze, so Vizevorsitzende Keya Bayer.

Mehr Flexibilität, mehr Unterstützung

Auf der Prioritätenlisten ganz oben stehen bei den Studierenden laut Befragung mehr Flexibilität, mehr finanzielle Unterstützung und berufsbegleitende Angebote, hohe Werte gab es außerdem bei Digitalisierung und Klimaschutz.

Quelle: Agenturen / ddj