Italiener nach Lawinenabgang im Trentino tot
Die Suche gestaltete sich schwierig, da der Mann kein Lawinenverschüttetensuchgerät bei sich trug. Nach rund zwei Stunden konnte die Bergrettung ihn orten und in das Krankenhaus Santa Chiara in Trient bringen. Dort erlag er in der Nacht auf Montag seinen Verletzungen, hieß es aus dem Spital.
Die Zivilschutzbehörde des Trentino hat Wintersportler vor erhöhter Lawinengefahr gewarnt. Laut dem aktuellen Lawinenbulletin Euregio liegt das Risiko auf Stufe 3, was "markant" bedeutet. Skitouren und Abfahrten abseits gesicherter Pisten erfordern demnach höchste Vorsicht.
Bei mehreren Lawinenabgängen in Norditalien waren am Samstag zwei Menschen ums Leben gekommen. In dem Ski- und Wandergebiet Meran 2000 in Südtirol löste sich eine Lawine und erfasste einen Mann, der von den Rettungskräften nur noch tot geborgen werden konnte. Im norditalienischen Aostatal an der Grenze zur Schweiz bargen Einsatzkräfte der Bergwacht in einer Höhe von 3.000 Metern in der Nähe des Val d'Ayas den leblosen Körper eines verschütteten Skitourengehers.
Zusammenfassung
- Ein 28-jähriger Wanderer ist am Sonntagnachmittag bei einer Schneeschuhwanderung mit seiner Lebensgefährtin nahe der Vajolet-Türme im Trentino von einer Lawine erfasst und nach rund zwei Stunden tot geborgen worden.
- Der Mann trug kein Lawinenverschüttetensuchgerät, was die Rettungsarbeiten erschwerte; er wurde ins Krankenhaus Santa Chiara in Trient gebracht und erlag dort in der Nacht auf Montag seinen Verletzungen.
- Die Lawinengefahr in der Region ist laut Zivilschutzbehörde aktuell mit Stufe 3 als "markant" eingestuft, am Wochenende kamen bereits zwei weitere Menschen bei Lawinenabgängen in Südtirol und im Aostatal ums Leben.
