APA/HELMUT FOHRINGER

Italien: Heftige Unwetter nach Dürre

Nach einer langen Dürrezeit ist Italien von schweren Unwettern heimgesucht worden. Starker Sturm, Gewitter und Hagel trafen in der Nacht auf Freitag mehrere Regionen Italiens.

Dabei kam es zu Schäden und überfluteten Straßen. In den Regionen Latium, Emilia Romagna, Marken, Kampanien und der Toskana leisteten die Feuerwehren mehr als 1.000 Einsätze.

Große Schäden nach Unwettern

In der Toskana kam es zu mindestens 50 Einsätzen wegen umgestürzter Bäume, Ästen auf den Straßen und eingestürzter Dächer. In der Adria-Stadt Jesi verursachten Hagel, Regen und starker Wind Schäden. Der Hagel kam plötzlich und überraschte viele Autofahrer, die auf der Hauptverkehrsader der Stadt unterwegs waren. Schäden gab es an geparkten Autos, Wasser drang in Bars und Restaurants ein. Dutzende Anrufe gingen bei der Feuerwehr ein.

Das Konzert der Rockgruppe Iron Maiden in Bologna fand wegen schlechten Wetters nicht statt. Wenige Minuten vor Beginn der Show wurde das Gelände wegen eines Sturms mit Wind und Regen evakuiert.

Am Montag hatte die Regierung um Premier Mario Draghi den Ausnahmezustand in fünf norditalienischen Regionen ausgerufen. 35 Millionen Euro wurden den Regionen Piemont, Lombardei, Venetien, Friaul-Julisch Venetien und Emilia Romagna zur Verfügung gestellt. Vor allem Norditalien erlebt derzeit heftige Trockenheit. Wegen der anhaltenden Wasserknappheit könnte der Ausnahmezustand bald auch in den mittelitalienischen Regionen Toskana, Umbrien und Latium beantragt werden.

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  • Dabei kam es zu Schäden und überfluteten Straßen. In den Regionen Latium, Emilia Romagna, Marken, Kampanien und der Toskana leisteten die Feuerwehren mehr als 1.000 Einsätze.